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Dresdens Hauptbahnhof wieder dicht! Das müssen Fahrgäste wissen

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Die nächste Vollsperrung des Dresdner Hauptbahnhofes steht vor der Tür. Vom 7. bis zum 10. Juni wird der Bahnhof wieder komplett dicht gemacht.

Grund dafür sind Arbeiten an dem sogenannten Kreuzungsbauwerk vor dem Bahnhof. Dafür muss die Software aktualisiert werden - und ohne Software kann kein Zug unterwegs sein.

Betroffen sind sämtliche Linien, von S-Bahnen über Regionalzüge bis hin zum Fernverkehr. Schon im Voraus kommt es dabei zu Einschränkungen und Änderungen. Wir haben bei Christian Schlemper, dem Sprecher des Verkehrsverbundesoberelbe (VVO) nachgefragt. Nachfolgend gibt es daher einen Überblick über die wichtigsten Änderungen und Einschränkungen.

Was gilt ab dem 1. Juni?

Bereits im Vorlauf auf die Vollsperrung starten am 1. Juni einige Einschränkungen rund um Dresden. Betroffen ist die S-Bahn S8 aus Kamenz, aber auch die Züge aus Cottbus, Hoyerswerda und die Linie aus Elsterwerda.

Sie enden entweder am Bahnhof Dresden-Neustadt oder Friedrichstadt. Die Einschränkungen gelten bis zum 10. Juni.

Audio: Die Sperrungen und Umleitungen zum Anhören

VVO-Sprecher Christian Schlemper zu den Änderungen.

Einschränkungen ab dem 3. Juni

Die S2 zwischen Pirna und dem Dresdner Hauptbahnhof steht ab dem 3. Juni still. Das gilt zunächst bis zum 6. Juni.

Fahrgäste werden gebeten, auf die S1 auszuweichen. Einen Extra-Ersatzverkehr mit Bussen gibt es nicht.

Grund für die Einschränkung sind Bauarbeiten an den Gleisen des Fernverkehrs im Bereich des Hauptbahnhofes. Eurocitys und der Güterverkehr müssen daher auf die Gleise der S-Bahnen ausweichen. Damit ist nicht mehr genug Platz, dass beide S-Bahnen wie gewohnt rollen.

Die S2 muss weichen, so VVO-Sprecher Christian Schlemper: "Internationaler Verkehr hat Vorrang vor dem regionalen und S-Bahnverkehr."

Vollsperrung am 7. bis 9. Juni

Richtig dicke kommt es dann am 7. bis 9. Juni. Dann wird der Hauptbahnhof für drei Tage komplett vom Netz gehängt. 

Derzeit wird noch an einem ausführlichen Ersatzfahrplan gearbeitet. Fahrgäste können sich aber darauf einstellen, dass es wieder so ähnlich abläuft wie bei den Sperrungen im August 2023 und im Februar 2024.

"Die Züge enden, je nachdem aus welcher Richtung sie kommen, entweder in Dresden-Neustadt, in Plauen oder Reick", sagte Schlemper.  Die Linie aus Elsterwerda endet schon in Cossebaude.

  • S 1, S 2, RE 19 aus Richtung Pirna/Schöna – Züge enden/starten in Dresden Reick: Entfall zwischen Dresden-Reick und Dresden-Neustadt; Ersatz durch Bus bis Dresden Haupt­bahnhof, weiter mit Straßenbahnlinien E3 und 26.
  • S 1, S 2 aus Richtung Meißen und Flughafen – Züge enden/starten in Dresden-Neustadt: Entfall zwischen Dresden-Neustadt und Dresden Reick; Ersatz durch Straßenbahnlinien E3 und 26 bis Dresden Hauptbahnhof und weiter mit Ersatzbus
  • RE 15, RE 18 aus Richtung Hoyerswerda/Cottbus – Züge enden/starten in Dresden-Neustadt: Ersatz durch Straßenbahnlinien E3 und 26 bis Dresden Hauptbahnhof
  • S 8 sowie RE 1, RE 2, RE 50, RB 60, RB 61 – Züge enden/starten in Dresden-Neustadt: Ersatz durch Straßenbahnlinien E3 und 26 bis Dresden Hauptbahnhof
  • RB 31 aus Richtung Elsterwerda – Züge enden/starten in Cossebaude: Ersatz durch Bus bis Dresden Haupt­bahnhof
  • S 3, RE 3, RB 30 aus Richtung Mittelsachsen – Züge enden/starten in Dresden-Plauen: Ersatz durch Bus bis Dresden Haupt­bahnhof mit zusätzlichen Halt am Nürnberger Platz, weiter mit Straßenbahnlinien E3 und 26.
  • ICE, IC und EC-Züge enden und beginnen in Dresden-Neustadt. Die EC-Züge von und nach Prag werden zwischen Dresden und Ústí nad Labem durch Busse ersetzt.

Abfahrtshaltestellen des Ersatzverkehrs (EV) in Dresden Hauptbahnhof:

  • Steig 3 (Unter den Brücken) – TRAM E3 + 26 nach DD-Neustadt
  • Steig 6 (Unter den Brücken) – BUS S 3, RE 3 und RB 30 nach DD-Plauen
  • Steig 7 (Strehlener Str.) – BUS RB 31 nach Cossebaude
  • Steig 8 (Strehlener Str.) – BUS S 1 nach DD-Reick

Das Ganze endet dann am 10. Juni früh morgens um 4 Uhr.

Bleiben die Läden geöffnet?

"Ja, die Läden bleiben geöffnet", sagte uns VVO-Sprecher Christian Schlemper. Alle Geschäfte würden wie gewohnt zum Einkauf einladen. "Das einzige, was eben fehlt, sind die Züge."

Warum ist die Sperrung notwendig?

Im Vorfeld des Hauptbahnhofes wird ein sogenanntes Kreuzungsbauwerk erneuert. Um diese Baumaßnahmen zu starten, muss die Software im Hintergrund geändert werden. Das kann nur während einer kompletten Sperrung funktionieren. 

Im Anschluss der Sperrung wird das Kreuzungsbauwerk abgerissen.

Änderungen ab dem 10. Juni

Mit dem Ende der Vollsperrung kommt es ab dem 10. Juni zu Einschränkungen bei den Zügen aus Ostsachsen. Dann gilt:

Züge aus Cottbus (RE 18), Hoyerswerda (RE 15) und Elsterwerda (RB 31) enden alle am Bahnhof Dresden-Neustadt. Von dort aus besteht Anschluss an die S-Bahnlinien S1 und S2.

Der Grund dafür: Die Bauarbeiten an dem Knotenpunkt vor dem Hauptbahnhof sind sehr komplex. Nicht nur die Software wird geändert, auch das Kreuzungsbauwerk wird abgerissen. Damit fallen Gleise weg 

Bis diese fertig werden, ist die Kapazität eingeschränkt. "Das bedeutet, es können nicht mehr alle Züge zum Bahnhof fahren, wie es die Fahrgäste gewohnt sind", so Schlemper.

Man habe sich dafür entschieden, dass diese am Bahnhof Neustadt enden und nicht am Bahnhof Friedrichstadt, weil die Anschlüsse von der Neustadt aus in das Dresdner Stadtgebiet besser sind, so Schlemper.

Erst 2027 sollen alle Bauarbeiten beendet werden, so die Deutsche Bahn. Dann soll der Hauptbahnhof wieder die gewohnte Kapazität bieten, sagte Schlemper. 

Zusätzliche Bauarbeiten: Kein Fernzug nach Dresden!

Die Deutsche Bahn arbeitet im Juni parallel  im Abschnitt Zeithain Bogendreieck auf der Strecke Leipzig – Dresden. Damit die Züge dort künftig bis zu 200 km/h unterwegs sein können, werden u.a. Gleise erneuert.

Vom 3. bis 7. Juni sowie vom 10. bis 13. Juni jeweils von 8.30 bis 15.30 Uhr wird die Strecke abschnittsweise gesperrt. Für die Züge des RE50 (Saxonia-Express) fahren dort Busse als Ersatz.

Die Züge des Fernverkehrs Richtung Dresden enden während dieser Zeit in Leipzig.

Wo können sich Fahrgäste informieren?

Fahrgäste können online auf allen gängigen Kanälen der Verkehrsbetriebe Informationen finden.

Das betrifft die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), den Verkehrsverbundoberelbe (VVO) und die Deutsche Bahn (DB). 

Zusätzlich wird Servicepersonal eingesetzt, das an den Bahnhöfen während der Vollsperrung Fahrgästen weiterhilft.

Wann steht die nächste Vollsperrung an?

Ob und wann erneut eine Vollsperrung des Hauptbahnhofes notwendig ist, dazu gibt es noch keine Details.