Nachtcafés öffnen wieder
In Dresden startet am Sonntag die 31. Nachtcafé-Saison. Sieben Kirchgemeinden bieten dabei wohnungslosen Menschen Schutz, Wärme und einen Schlafplatz. Bis Ende März können die Angebote genutzt werden. Der Standort wechselt täglich. Vor Ort können die Gäste auch duschen, Wäsche waschen und miteinander sprechen. Die ökumenischen Nachtcafés ergänzen die bestehenden Hilfsangebote der Stadt Dresden und werden vor allem durch ehrenamtliche Helfer am Leben erhalten. Auch Spenden werden in der diesjährigen Saison benötigt.
Weitere Informationen:
Eine Übersicht der beteiligten Kirchgemeinden, Standorte und Öffnungszeiten ist unter www.kirche-dresden.de/nachtcafe verfügbar.
Städtische Unterkünfte und Notschlafplätze
In Dresden stehen wohnungslosen Menschen in zwölf Heimen insgesamt 420 Betten zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es in 33 Wohnungen weitere 71 Plätze. Derzeit nutzen 435 Menschen diese Angebote. Neben einem Schlafplatz gibt es Aufenthaltsmöglichkeiten am Tag, Duschen und Möglichkeiten zur Zubereitung von Mahlzeiten. Beratungs- und Unterstützungsangebote helfen dabei, die persönliche Situation zu stabilisieren und Perspektiven für eigenen Wohnraum zu entwickeln.
Für einen städtischen Schlafplatz ist grundsätzlich eine Zuweisung des Sozialamts erforderlich. Diese erhalten Betroffene während der Sprechzeiten bei der Wohnungslosenhilfe des Sozialamts, Junghansstraße 2, 01277 Dresden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind telefonisch unter 0351-4884981 erreichbar. Die Sprechzeiten sind Dienstag von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12 Uhr.
Außerhalb der Dienstzeiten hilft die Notaufnahme des Übergangswohnheims Hechtstraße 10, 01097 Dresden, weiter. Sie ist unter Telefon 0351-30980195 erreichbar und vermittelt bei akutem Bedarf in einen Notschlafplatz. Da die 50 Plätze auf mehrere Standorte verteilt sind, sollten Betroffene oder unterstützende Personen vorher anrufen und nicht unangekündigt zu einem Heim gehen. (Stadt Dresden)
Spezialisierte Kontakt- und Beratungsstellen
Zusätzlich stehen wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen vier Kontakt- und Beratungsstellen freier Träger zur Seite. Die Gespräche sind vertraulich und kostenfrei; die Landeshauptstadt Dresden finanziert die Beratungsangebote. Die Anlaufstellen gibt es hier:
Pieschen: Diakonisches Werk – Stadtmission Dresden gGmbH, Mohnstraße 43, 01127 Dresden, Telefon 0351-8038728
Striesen: Gemeinnützige Gesellschaft Striesen Pentacon e. V., Ludwig-Hartmann-Straße 40, 01277 Dresden, Telefon 0351-3122423
Löbtau: Radebeuler Sozialprojekte gGmbH, Schillingstraße 7, 01159 Dresden-Löbtau, Eingang über die Reisewitzer Straße, Telefon 0351-4207831
Plauen: Verein für Soziale Rechtspflege e. V. für straffällig gewordene Menschen, Karlsruher Straße 36, 01189 Dresden, Telefon 0351-4020822
Weitere Informationen:
www.dresden.de/wohnungslosigkeit
