Nach Wahl-Eklat: OB Hilbert verteidigt Vorgehen

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Nach dem Eklat um die gescheiterten Bürgermeisterwahlen im Stadtrat hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert nun sein Vorgehen verteidigt. Er stellte am Freitag klar, dass seine Entscheidung nichts mit der Person Dr. Lames selbst zu tun habe. 

Laut Hilbert fehlte die Zeit, um ein gemeinsames Konstrukt, wie die nächsten sieben Jahre zusammengearbeitet werden solle, zu verfassen. Sein klares Ziel sei nun, schnell mit den anderen Fraktionen im Haushalt ins Gespräch zu kommen. Hilbert hatte am Donnerstag den mit Mehrheit gewählten Finanzbürgermeister Peter Lames nicht das Einverständnis gegeben. Daraufhin wurden die Wahlen auf Antrag der Linken vertagt (Wir haben berichtet).  Der Finanzbürgermeister selbst hat sich bislang nicht zu den Vorfällen im Stadtrat geäußert.

Wie es von der Stadt heißt, müssen sich die Fraktionen und der Oberbürgermeister einigen, "um das Patt innerhalb des Stadtrates aufzulösen. Sobald eine Lösung als erfolgversprechend erscheint, ist der Stadtrat erneut zur Wahl der Beigeordneten zu laden." Ein konkreter Zeitpunkt für die vertagte Wahl steht also noch nicht fest. 

Die nächste reguläre Stadtratssitzung findet am 15. September statt.