Nach Rohrbombenanschlägen auf Ticketautomaten – Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Nach den mehrfachen Rohrbombenanschlägen auf Fahrkartenautomaten unter anderem in Grimma und Mockrehna hat die Staatsanwaltschaft Leipzig jetzt Anklage gegen die vier mutmaßlichen Täter erhoben. Den 18- bis 20-Jährigen wird Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen und schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen. Die jungen Männer sollen an insgesamt neun Bahnhöfen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Bayern mit selbstgebauten Rohrbomben zwölf Ticketautomaten aufgesprengt haben, um an die Geldkassetten zu kommen. Dabei erbeuteten sie 19.000 Euro, die sie unter sich aufteilten. Der entstandene Sachschaden liegt bei 20.000 Euro. Durch Spuren am Tatort konnte die Polizei Anfang Februar die mutmaßlichen Täter festnehmen. Zwei von ihnen befinden sich noch in Untersuchungshaft. Alle haben ein umfassendes Geständnis abgelegt. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten bis zu 15 Jahren Haft. Bei Anwendung des Jugendstrafrechts wären es bis zu 10 Jahren.