Nach Gabriels Heidenau-Besuch: Hass-Mails und Bombendrohung bei SPD
Nach einer Bombendrohung gegen die SPD-Zentrale und einer vorübergehenden Räumung des Willy-Brandt-Hauses in Berlin hat die Polizei wieder Entwarnung gegeben. Bei der Durchsuchung des Gebäudes habe die Polizei nichts Verdächtiges gefunden, sagte ein SPD-Sprecher. Das Haus sei nun wieder freigegeben. Bei der SPD war am gegen 15.00 Uhr eine telefonische Bombendrohung eingegangen. Die Parteizentrale war daraufhin geräumt worden. Seit Gabriels Heidenau-Besuch Flut von Bedrohungen"Seit Sigmar Gabriels Besuch in Heidenau erreicht das Willy-Brandt-Haus eine Flut von Bedrohungen verbunden mit fremdenfeindlicher Hetze", sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi. "Wir müssen davon ausgehen, dass es sich um einen rein politischen Akt handelt." Die SPD werde keinen Millimeter von ihrer klaren Haltung abweichen. Parteichef Gabriel hatte am Montag die Flüchtlingsnotunterkunft in Heidenau besucht. Dort war es am Wochenende zu Krawallen von Rechtsextremen gekommen war. Er hatte die Ausschreitungen scharf verurteilt und die Akteure als "Pack" bezeichnet. Seitdem sieht sich die SPD-Zentrale mit einer Masse an rassistischen Pöbeleien in Form von Mails und Anrufen konfrontiert.