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Nach Corona-Betrugsverdacht - SAB ändert Auszahlungsverfahren

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Nach dem Auftauchen betrügerischer Webseiten zur Beantragung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen in Sachsen hat die Sächsische Aufbaubank (SAB) ihr Verfahren zur Auszahlung geändert. Es sei nun eine Zwischenstufe eingeführt worden, erklärte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag. Mit der Bewilligung erhalte nun jeder Antragsteller einen Auszahlungsantrag, der eigenhändig unterschrieben werden muss. Erst nach einem Gegencheck und dem Abgleich der Kontonummern werden die Zuschüsse ausgezahlt. Zwar könne damit nicht mehr innerhalb von 24 Stunden gezahlt werden, so Dulig. „Aber Sicherheit geht an dieser Stelle vor.“

Am Freitag hatte Sachsen vorübergehend die Zahlung von Soforthilfe-Zuschüssen des Bundes für Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise gestoppt. Unbekannte hatten zuvor mit einer „Fake-Seite“ versucht, Daten von Unternehmen abzugreifen. Bank und Polizei hätten schnell reagiert, so dass aus heutiger Sicht kein Schaden entstanden sei, erklärte Dulig.

Für die Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes sind bisher 66 380 Anträge bei der SAB eingegangen, davon wurden gut 53 400 mit einem Volumen von rund 438 Millionen Euro bewilligt. Für das landeseigene Darlehen „Sachsen hilft sofort“ sind bisher rund 16 300 Anträge eingegangen - knapp 8000 mit einem Volumen von 263 Millionen Euro wurden bewilligt. (dpa)