Multi-Resistenter-Keim bei weiterem Patienten im Klinikum Neustadt festgestellt
Am Klinikum Dresden-Neustadt ist bei einem fünften Patienten ein Multi-Resistenter-Erreger nachgewiesen worden. Damit sind nun zwei Patienten erkrankt, drei tragen den Erreger, sind aber nicht erkrankt.
Wie eine Kliniksprecherin mitteilte, werde weiterhin nach der Quelle gesucht. Bislang konnte aber auf keiner untersuchten Oberfläche in der Intensivstation der Keim nachgewiesen werden. Die ITS nimmt keine neuen Patienten auf. Derzeit werden dort 18 Patienten behandelt.
Die bisher eingeleiteten Maßnahmen werden aufrecht erhalten, teilte die Sprecherin mit:
- Die betroffenen Patienten werden isoliert auf der Intensivstation versorgt. Eine separates Ärzte- und Pflegeteam betreut ausschließlich diese Patienten, um eine Übertragung des Erregers auszuschließen.- - Die Intensivstation ist weiter für Neuaufnahmen gesperrt
- Alle Eingriffe, die absehbar nach der Operation eine intensivmedizinische Betreuung erfordern, werden an den Standort Friedrichstadt verlegt. Eine Ausnahme stellen Schlaganfallpatienten bzw. neuroradiologische Interventionen dar. Diese können uneingeschränkt auf der gesonderten Schlaganfallstation versorgt werden. Auch der weitere reguläre Klinikbetrieb und der Betrieb der Kinderintensivstation werden nicht beeinflusst und laufen ohne Einschränkungen weiter.
Multi-Resistente-Keime können für schwerkranke Patienten zum Risiko werden, sie sind nur mit Reserve-Antibiotika behandelbar.
Fragen und Antworten dazu beim Bundesgesundheitsministerium.