Motorrad-WM am Sachsenring gerettet
Der Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring ist gerettet. Ministerpräsident Stanislaw Tillich und ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk wollen Freitagmittag auf der Rennstrecke bei Hohenstein-Ernstthal die Verträge unterschreiben, für die Fans gibt es vor Ort Freibier. Nach unseren Informationen sollen die Verträge für den Motorrad-Grand-Prix um fünf Jahre verlängert werden. Wir unser Sender erfuhr, wird die Sachsenring Rennstreckenmanagement Gesellschaft - ein Zusammenschluss von Kommunen, Politik und Wirtschaft - jährlich drei Millionen Euro an den Lizenzinhaber der Motorrad-WM zahlen. Der ADAC Sachsen als bisheriger Ausrichter des Großen Preises von Deutschland hatte im September den WM-Lauf 2012 abgesagt, weil er den sich abzeichnenden Verlust von 850 000 Euro für die Organisation nicht tragen könne. WM-Vermarkter Dorna verlangt für einen Grand Prix zukünftig vier Millionen Euro. Das ist das Doppelte von dem, was bislang abgeführt werden musste. Der ADAC kann und wollte die Summe nicht allein stemmen, da der Grand Prix in den vergangenen zwei Jahren ein Defizit von jeweils 600 000 Euro verursachte.