Mohrenmaki-Nachwuchs ganz verkuschelt im Dresdner Zoo
Im Dresdner Zoo gibt es auf der Kattainsel Nachwuchs. Allerdings nicht bei den auffällig schwarz-weiß gezeichneten Kattas, die seit dem Film „Madagaskar“ fast jedes Kind kennt. Sondern bei den beiden Mohrenmakis. Das junge Lemuren-Pärchen kam im Frühjahr 2017 nach Dresden.
Die Population der aus Nordmadagaskar stammenden Mohrenmakis ist in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen. Dies ist hauptsächlich in der Zerstörung des natürlichen Lebensraums begründet, teilte eine Zoosprecherin mit. In Madagaskar verschwindet der Regenwald schneller als irgendwo anders auf der Welt. Ihre Haltung hat bereits eine lange Tradition in Dresden, die nun auch erfolgreich wiederbelebt wurde: Am 9. April wurde ein weibliches Jungtier geboren. Für die Tierpfleger war das Geschlecht schnell bestimmbar, da weibliche Neugeborene weiße Ohrbüschel vorweisen. Im Moment klammert sich das Jungtier, welches bis zum 6. Monat gesäugt wird, ausschließlich an Mutter Dori. Ab der 7. oder 8. Woche wird sich das Jungtier dann gelegentlich von der Mutter lösen und auch mal allein auf der Anlage unterwegs sein.
Bis dahin ist es eher schwierig das Jungtier zu Gesicht zu bekommen, da sich die Mohrenmakis eher dezent im hinteren Teil der Anlage aufhalten. Lediglich zu den täglichen Futterrationen, welche im Übrigen exakt abgewogen werden, wagen sie sich auch einmal in die Nähe der Besucher.
Mohrenmakis unterscheiden sich im äußeren Erscheinungsbild nicht nur von den Kattas sondern auch
untereinander deutlich voneinander. So ist Dori gut an der bräunlichen, am Bauch bis weißgrauen
Fellfärbung zu erkennen, während Nemo komplett schwarz gefärbt ist. Die beiden aus Berlin und Augsburg stammenden Tiere leben seit April 2017 in Dresden und sind mit drei und vier Jahren ein noch relativ junges Zuchtpaar. Mohrenmakis können bis zu 30 Jahre alt werden.