Mögliche Verlaufsbereiche der Ortsumfahrung Ottendorf-Okrilla werden geprüft
Seit Jahren erhitzt die geplante Ortsumfahrung die Gemüter in Ottendorf-Okrilla und in den dazu gehörenden Gemeinden. Der im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 vorgesehene Neubau der B97 sorgt immer wieder für Diskussionsstoff bei Anwohnern, Naturschützern und Politikern.
Nachdem in der vergangenen Woche zwischen Medingen-Hufen und Hermsdorf Vermessungsarbeiten durchgeführt wurden, brodelte die Gerüchteküche hoch. Wir haben beim Landesamt für Straßenbau- und Verkehr (LASuV) nachgehakt und gleich den aktuellen Stand der Dinge abgefragt. LASuV-Sprecherin Isabel Pfeiffer hat uns wie folgt geantwortet:
Stehen die Vermessungsarbeiten im Zusammenhang mit dem geplanten Bau der Ortsumfahrung Ottendorf-Okrilla?
Nein.
Welche Planungsschritte stehen als nächstes an?
Die Planungen zur Ortsumgehung Ottendorf-Okrilla befinden sich in der Voruntersuchungsphase, deren Ziel vor allem die Bestimmung des Variantenkorridors ist, innerhalb dessen die künftigen Trassierungsvarianten entwickelt werden. Die Untersuchung und Bewertung der möglichen Verlaufsbereiche erfolgt in technischer, umweltfachlicher und verkehrsplanerischer Hinsicht. Vor dem Abschluss der Voruntersuchung mit der Vorzugsempfehlung eines Korridors für die dann weiterführende Detailplanung werden die Gemeinden, der Landkreis und weitere Träger öffentlicher Belange zum Untersuchungsergebnis angehört, hierbei gegebene zweckmäßige Hinweise werden bei der weiteren Unterlagenbearbeitung beachtet. Diese Anhörung wird voraussichtlich noch im 1. Halbjahr 2020 erfolgen.
Hiernach ist die Bestätigung der Voruntersuchung durch die Ministerien des Freistaates und des Bundes einzuholen. Daran anschließend zu absolvieren sind die Planungsphasen Vorentwurf mit der genauen technischen Ausgestaltung der Verkehrsanlage sowie der Genehmigungsentwurf, der dann die Grundlage des Planfeststellungsverfahrens bildet, in welchem die Betroffenheiten aller öffentlich-rechtlichen und privaten Belange geprüft und abgewogen werden.
Welcher Trassenverlauf ist aktuell vorgesehen?
Derzeit werden eine Reihe denkbarer Streckenverläufe entworfen und bewertet. Der genaue Streckenverlauf und die zugehörigen Bauwerke und Anlagen werden sich erst im Zuge der nächstfolgend anschließenden Planungsphase Vorentwurf als Ergebnis eines iterativen Entwurfsprozesses herauskristallisieren.
Wann soll konkret mit dem Neubau der Ortsumfahrung Ottendorf-Okrilla begonnen werden?
Mit dem Neubau der Ortsumgehung Ottendorf-Okrilla kann dann begonnen werden, wenn die baurechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Die hierfür noch zu absolvierenden Entwurfs-, Untersuchungs- und Genehmigungsphasen bedeuten einen noch mehrjährigen Planungsprozess.