Missbrauchsvorwürfe bei der Dresdner Parkeisenbahn
Bei der Dresdner Parkeisenbahn hat sich ein ehrenamtlicher Mitarbeiter an Kindern vergriffen. Mehrere junge Parkeisenbahner hätten sich bei der zuständigen Sozialpädagogin gemeldet, heißt es vom Schlösserland.
Fachkräfte der AWO schätzten die Vorwürfe als grenzüberschreitende Handlungen ein. Der Beschuldigte wurde daraufhin umgehend suspendiert, die Familien erstatteten Anzeige. Die Polizei will nun gemeinsam mit dem Schlösserland als Betreiber die Vorwürfe aufklären. Bei der Parkeisenbahn hatte es in den vergangenen Jahren wiederholt Fälle von Kindesmissbrauch gegeben.
„Bei allen Maßnahmen und Schritten zur Aufklärung des Falls ist der Schutz der Kinder und Jugendlichen bei der Parkeisenbahn unser wichtigstes Ziel. Die wertvolle Kinder- und Jugendarbeit bei der Dresdner Parkeisenbahn, an der viele engagierte Menschen beteiligt sind, darf durch das Verhalten einer Einzelperson nicht in Verruf gebracht werden“, so Christian Striefler, Geschäftsführer beim Schlösserland.
Das Schutzkonzept für den präventiven Schutz vor Grenzverletzungen und Gewalt bei der Dresdner Parkeisenbahn wurde seit 2016 zusammen mit der AWO entwickelt und seitdem mehrfach aktualisiert und überarbeitet. Als „Schutzkonzept der Dresdner Parkeisenbahn und des Fördervereins Dresdner Parkeisenbahn e.V. als sichere Orte für Kinder und Jugendliche“ gibt es Strukturen und Verfahren vor, die im Falle einer Gefährdung von Kindern oder Jugendlichen ein zügiges Handeln ermöglichen. Seit inzwischen vier Jahren ist eine Sozialpädagogin der AWO bei der Parkeisenbahn tätig.
Durch die kontinuierliche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist sie eine Vertrauensperson und Ansprechpartnerin bei Grenzüberschreitungen. Sowohl Mitarbeiter als auch alle Familien von Parkeisenbahnern wurden über die aktuellen Vorwürfe informiert. Nach Abschluss des aktuellen Beschwerdeverfahrens, wird das Schutzkonzept kritisch überprüft und erneut geschärft. „Damit wollen wir weiterhin sicherstellen, dass sich Kinder und Jugendliche bei der Parkeisenbahn sicher und geborgen fühlen und vor Grenzverletzungen und Gewalt geschützt sind“, so das Schlösserland.
