• Ministerpräsident Michael Kretschmer ist heute in Berlin beim Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel. © dpa

    Ministerpräsident Michael Kretschmer ist heute in Berlin beim Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel. © dpa

Ministerpräsident Kretschmer zu Corona-Gesprächen in Berlin

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Wegen steigender Infektionszahlen verschärfen immer mehr Städte und Landkreise in Sachsen ihre Corona-Maßnahmen. Wer zum Beispiel in den letzten 7 Tagen im Erzgebirgskreis war oder dort wohnt, darf im Freistaat aktuell nicht in Ferienwohnungen oder Hotels beherbergt werden. Es sei denn man kann einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Grund: Der Erzgebirgskreis wurde vom Sozialministerium als erstes Gebiet in Sachsen mit erhöhtem Infektionsrisiko eingestuft. In den vergangenen 7 Tagen hatte es dort mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben.

Auch die Stadt Chemnitz hat ihre Maßnahmen verschärft. So wurden Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern verboten, in allen Dienstgebäuden muss Mundschutz getragen werden. Für die neue sächsische Corona-Verordnung will Sachsen das heutige Treffen der Länderchefs mit Kanzlerin Merkel abwarten.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in der Debatte um Beherbergungsverbote gefordert, die Kriterien dafür zu überprüfen. Es geht zum Beispiel darum, ob die Zahl 50 auf 100 000 Einwohner richtig ist. Das müssten diejenigen sagen, die in der Kontaktnachverfolgung sind, sagte Kretschmer vor dem Treffen in Berlin. Er betonte aber auch, es wäre falsch, die ganze Regelung über Bord zu werfen. Das Ziel aller Maßnahmen müsse sein, einen zweiten "Lockdown" zu verhindern. (mit dpa)