Ministerpräsident Tillich wirbt in Polen für bessere Bahnanbindung
Polens Präsident Bronislaw Komorowski will bei seinem nächsten Deutschland-Besuch nach Sachsen kommen. Das habe er am Dienstag bei einem Treffen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) in Warschau deutlich gemacht. Das teilte Vize-Regierungssprecherin Lea Mock auf Anfrage mit. Bei dem Gespräch, das länger als ursprünglich geplant gedauert habe, hätten sich beide Politiker unter anderem über den 70. Jahrestag des Kriegsendes 1945, den Russland-Ukraine-Konflikt und die deutsch-polnische Kooperation auch mit Blick auf Europa verständigt. Nach Ansicht Tillichs müsse „das Schiff Europa wieder besser zum Schwimmen kommen“, hieß es. Bei einem Gespräch mit der polnischen Ministerin für Infrastruktur und Entwicklung, Maria Wasiak, ging es laut Mock auch um bessere Bahnverbindungen zwischen Polen und Deutschland. Polen wolle deshalb demnächst einen zuständigen Staatssekretär nach Sachsen entsenden. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, dass Wirtschaft und Politik gemeinsam eine Strategie für bessere Verkehrsverbindungen entwickeln müssten. Tillich habe zugesichert, bei der Bundesregierung dafür zu werben. Am vergangenen Wochenende war die letzte durchgängige Bahnverbindung zwischen Dresden und der polnischen Stadt Wroclaw eingestellt worden - der sogenannte Breslau-Express. Das sorgte für viel Kritik.