Ministerin verteidigt Jagdruhe in Seuchenzone an der Neiße

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Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest im Kreis Görlitz  hat Gesundheitsministerin Petra Köpping die nun geltende Jagdruhe verteidigt. Damit werde verhindert, dass möglicherweise infiziertes Schwarzwild nicht vertrieben wird.

Inzwischen wurde bei zwei weiteren Wildschweinen der Schweinepesterreger festgestellt. Es handelt sich um zwei Knochenfunde im Bereich Podrosche nahe der polnischen Grenze, teilte heute das Sozialministerium mit.

Unterdessen geht der Zaunbau an der Neiße weiter. So sollen Wildschweine abgehalten werden, weiter nach Sachsen einzudringen. Die Jagdruhe werde nur so lange angeordnet, wie dies aus Tierseuchensicht unbedingt erforderlich sei, sagte Köpping.

 Vor mehr als zwei Wochen war bei Krauschwitz eine mit dem Erreger infizierte Sau erlegt worden. In der Sperrzone um die Abschussstelle gelten strenge Vorschriften. Zuchtschweine müssen im Stall bleiben. Die Jagd ist verboten. Für Hunde gilt Leinenzwang. Seit einigen Tagen wird in der Zone verstärkt nach sogenanntem Fallwild gesucht.  

Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich, sie kann aber verheerende wirtschaftliche Folgen für die Landwirte haben.