• Foto: Blick in die Leitstelle der Erzgebirgsbahn, die auch in das Projekt involviert ist. Foto: Harry Härtel

    Foto: Blick in die Leitstelle der Erzgebirgsbahn, die auch in das Projekt involviert ist. Foto: Harry Härtel

Millionenförderung für selbstfahrende Züge

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Der Forschungscampus für automatisiertes Zugfahren im Erzgebirge erhält eine weitere Finanzspritze. Neben dem Bund beteiligt sich jetzt auch der Freistaat an dem Projekt: 60 Millionen Euro stellt das sächsische Kabinett für die nächsten zehn Jahre bereit. Die Hybridzüge für das Modellprojekt werden in Chemnitz umgerüstet. 2021 soll der erste selbstfahrende „EcoTrain“ von Chemnitz ins Erzgebirge rollen.

Basis des "EcoTrain" ist ein herkömmlicher Dieseltriebwagen ausgestattet mit neuen Funktionen: Die Bestandsmotoren werden durch einen Hybridantrieb ersetzt; einem elektrischen Antrieb aus einer Dieselmotor-Generator-Einheit und aus einer Lithium-Ionen-Batterie.

Da, wo Oberleitungen sind, erfolgt die Nachladung über Stromabnehmer während des Betriebs, während der nächtlichen Betriebspause über Kabeleinspeisung. Zum anderen wird die beim Bremsen freiwerdende Energie in Lithium-Ionen-Batterien gespeichert und später für den Antrieb wieder genutzt.

Das Projekt "EcoTrain" ist Teil des geplanten Forschungscampus für automatisiertes Zugfahren, dem Smart Rail Connectivity Campus in Annaberg-Buchholz. Ziel ist es, noch in diesem Jahr die Zulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt zu erhalten und eine Kleinserie von zwölf Fahrzeugen in Chemnitz bis 2021 umzurüsten. Das Bahnausbesserungswerk in Chemnitz soll dabei zum Innovationsstandort weiterentwickelt werden.