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Militärkonvois rollen für Großübung „Defender“ durch Sachsen

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Für die Großübung des US-Militärs „Defender Europe 2020“ rollen von Ende März bis Ende April zahlreiche Konvois durch Sachsen. Der Freistaat sei für diese Übung von strategischer Bedeutung, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) am Dienstag in Dresden. Geplant ist, dass die Transporte auf ihrem Weg ins Baltikum vor allem in der Nachtzeit unterwegs sind, Hauptrouten durch den Freistaat sind demnach die Autobahnen 4 und 72 sowie die Bundesstraßen 115 und 156 in Richtung Lausitz. Panzer sollen vor allem auf der Schiene transportiert werden. Während der Osterfeiertage soll es laut Innenministerium keine Transporte geben.

Sachsen unterstützt die US-geführte Übung mit Polizei, Rettungs- und Hilfsorganisationen sowie ziviler Logistik. „Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif“, so Wöller. Um auf dem Rückweg ein Einschleppen der afrikanischen Schweinepest zu vermeiden, sollen die Fahrzeuge auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz dekontaminiert werden.

Für die Übung „Defender“ werden rund 37 000 Nato-Streikräfte aus den USA und Westeuropa testweise nach Osteuropa verlegt. Die Linken kritisierten die Großübung als Provokation gegenüber Russland und Ausdruck eines falschen Feindbildes. (dpa)