• Mehrfach gab es Drogen­raz­zien am Wiener Platz, wie hier im Januar 2016. (Foto/Symbol­bild: Archiv)

    Mehrfach gab es Drogen­raz­zien am Wiener Platz, wie hier im Januar 2016. (Foto/Symbol­bild: Archiv)

Messerstecherei am Wiener Platz

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Die Polizei ermit­telt nach einer Messer­ste­cherei am Wiener Platz. Kurz vor Mitter­nacht waren laut Polizei 10 bis 15 Nordafri­kaner in Streit geraten. Ein noch Unbekannter verletzte einen 19-Jährigen Marrok­kaner an Arm und Bein. Er musste ins Kranken­haus. Auch ein 23-Jähriger Tunesier wurde verletzt. Die Polizei ermit­telt gegen Unbekannt wegen gefähr­li­cher Körper­ver­let­zung.

Wie die Polizei mitteilte, waren 15 bis 20 Nordafri­kaner an der tätli­chen Ausein­an­der­set­zung betei­ligt, bei der unter anderem auch Bierfla­schen geworfen wurden. Der Grund der Ausein­an­der­set­zung ist derzeit unklar. Ermittler schließen einen Zusam­men­hang mit der Drogen­kri­mi­na­lität im Bereich des Wiener Platzes nicht aus.

Während der Ausein­an­der­set­zung stach ein Unbekannter mehrfach auf einen 19-jährigen Marok­kaner ein, welcher in der Folge in ein Kranken­haus einge­lie­fert werden musste. Ein 23-jähriger Tunesier wies zudem Verlet­zungen an seiner Hand auf.

Mit Eintreffen der alarmierten Polizei­be­amten flüch­tete ein Großteil der Gruppie­rung. Neben den beiden Verletzten stellten die Beamten die Perso­na­lien von zwei weiteren Tunesiern (26, 27) fest. Aufgrund ihrer Alkoho­li­sie­rung (jeweils über 1 Promille) verbrachten sie die nächsten Stunden im Gewahrsam der Dresdner Polizei. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie ebenfalls an den Ausein­an­der­set­zungen betei­ligt waren. Festnahmen gab es nicht.

Der Wiener Platz ist seit Monaten ein Drogen­handel-Brenn­punkt, die Polizei hatte deswegen bereits mehrfach Großraz­zien gestartet.

Update: Wie sich im Zuge der heutigen Ermitt­lungen ergab, war der 19-jährige Marok­kaner bereits am frühen Montag­abend (gegen 19.00 – 20.00 Uhr) in eine Ausein­an­der­set­zung im Bereich Wiener Platz/St. Peters­burger Straße/Halte­stelle Haupt­bahnhof Nord mit einem weiteren Mann invol­viert. Ob dies mit der späteren Ausein­an­der­set­zung in Verbin­dung steht, ist derzeit unklar.

Daher sucht die Polizei Zeugen die nähere Angaben zu den beiden Ausein­an­der­set­zungen machen können. Hinweise bitte unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 an die Dresdner Polizei.

(Redak­tio­neller Hinweis: Artikel wurde über neue Infor­ma­tionen der Polizei ergänzt.)