Messerstecherei am Wiener Platz
Die Polizei ermittelt nach einer Messerstecherei am Wiener Platz. Kurz vor Mitternacht waren laut Polizei 10 bis 15 Nordafrikaner in Streit geraten. Ein noch Unbekannter verletzte einen 19-Jährigen Marrokkaner an Arm und Bein. Er musste ins Krankenhaus. Auch ein 23-Jähriger Tunesier wurde verletzt. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt wegen gefährlicher Körperverletzung. Wie die Polizei mitteilte, waren 15 bis 20 Nordafrikaner an der tätlichen Auseinandersetzung beteiligt, bei der unter anderem auch Bierflaschen geworfen wurden. Der Grund der Auseinandersetzung ist derzeit unklar. Ermittler schließen einen Zusammenhang mit der Drogenkriminalität im Bereich des Wiener Platzes nicht aus.Während der Auseinandersetzung stach ein Unbekannter mehrfach auf einen 19-jährigen Marokkaner ein, welcher in der Folge in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Ein 23-jähriger Tunesier wies zudem Verletzungen an seiner Hand auf.Mit Eintreffen der alarmierten Polizeibeamten flüchtete ein Großteil der Gruppierung. Neben den beiden Verletzten stellten die Beamten die Personalien von zwei weiteren Tunesiern (26, 27) fest. Aufgrund ihrer Alkoholisierung (jeweils über 1 Promille) verbrachten sie die nächsten Stunden im Gewahrsam der Dresdner Polizei. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie ebenfalls an den Auseinandersetzungen beteiligt waren. Festnahmen gab es nicht.Der Wiener Platz ist seit Monaten ein Drogenhandel-Brennpunkt, die Polizei hatte deswegen bereits mehrfach Großrazzien gestartet.Update: Wie sich im Zuge der heutigen Ermittlungen ergab, war der 19-jährige Marokkaner bereits am frühen Montagabend (gegen 19.00 – 20.00 Uhr) in eine Auseinandersetzung im Bereich Wiener Platz/St. Petersburger Straße/Haltestelle Hauptbahnhof Nord mit einem weiteren Mann involviert. Ob dies mit der späteren Auseinandersetzung in Verbindung steht, ist derzeit unklar. Daher sucht die Polizei Zeugen die nähere Angaben zu den beiden Auseinandersetzungen machen können. Hinweise bitte unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 an die Dresdner Polizei. (Redaktioneller Hinweis: Artikel wurde über neue Informationen der Polizei ergänzt.)