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Merkel: Ausschreitungen in Heidenau sind abstoßend und beschämend

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Bundes­kanz­lerin Angela Merkel hat die rassis­ti­schen Ausschrei­tungen in Heidenau mit scharfen Worten verur­teilt. "Es ist absto­ßend, wie Rechts­ex­treme und Neonazis versu­chen, rund um eine Flücht­lings­ein­rich­tung ihre dumpfe Hassbot­schaft zu verbreiten", teilte ihr Sprecher mit. Es gebe keinerlei Recht­fer­ti­gung für Gewalt. Wer so handele wie in Heidenau, stelle sich weit außer­halb der Werte­ord­nung. Vize-Kanzler Gabriel in HeidenauAm Mittag machte Vize-Kanzler Sigmar Gabriel Station in Heidenau. Als erster Bundes­mi­nister machte er sich nach den Krawallen ein Bild von der Lage. Gabriel verur­teilte rassis­ti­sche Demons­tra­tionen. Die Polizei müssse hart durch­greifen gegen Ausschrei­tungen, so Gabriel. "Man darf diesen Typen, die sich hier in den letzten Tagen ausge­breitet haben, keinen Milli­meter Raum geben", sagte der SPD-Chef bei seiner Ankunft in Heidenau. Vor einem Gespräch mit dem Heide­nauer Bürger­meister Jürgen Opitz lobte Gabriel diesen für die klaren Worte nach den gewalt­tä­tigen und fremden­feind­li­chen Aktionen: "Ich finde, man muss Herrn Opitz den Rücken stärken. Er zeigt eine Menge Mut und Courage."Opitz, der Gabriel einge­laden hatte, betonte, die Besuche von Politi­kern seien für ihn kein "Tourismus", sondern wichtige Hilfe im Kampf gegen die "Chaoten": "Ein Bürger­meister steht am Ende der Fress­kette, und ist auf jede Unter­stüt­zung von oben angewiesen." Heidenau sei anders als die jüngsten Bilder vermit­telt hätten. Neonazis gebe es "in jedem Ort". In der Nacht zu Montag hat es wieder Krawalle an der Asylun­ter­kunft in Heidenau gegeben. 250 linke Demons­tranten und Rechts­ex­treme gerieten anein­ander. Die Polizei setzte Tränengas und Schlag­stöcke ein, um die Gruppen zu trennen. Zwei Polizisten und ein Demons­trant wurden verletzt. (mit dpa)State­ment von Sigmar Gabriel hören:

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