Meisterbriefe für Handwerker in Dresden

Zuletzt aktualisiert:

286 Handwerker haben am Samstag in Dresden ihre Meisterbriefe erhalten. Die 48 Frauen und 238 Männer wurden bei einer Feierstunde der Handwerkskammer in der Messe geehrt.

Als Festredner sprach Bundesfinanzminister Christian Lindner über die Zukunft des Handwerks aus dem Blickwinkel der Bundespolitik. Zudem begrüßte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die neuen Meisterinnen und Meister in ihrem Berufsstand.

Von Meister zu Meister gab Dachdeckermeister Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, der neuen Generation ein paar Gedanken mit auf den Weg. „Freiheit ist die Grundlage unternehmerischen Handelns. Die Auswirkungen des Krieges zeigen uns jedoch auf, dass Freiheit und Wohlstand in Deutschland nicht in Stein gemeißelt sind“, so der 53-Jährige.

Doch so groß die Herausforderungen auch seien, dass Handwerk sei nicht ängstlich und habe in der Vergangenheit immer wieder seine große Problemlösungskompetenz bewiesen. „Wir können umgehen mit Krisen“. An die neuen Meister gerichtet betonte Dittrich: „Auch sie werden dank ihrer exzellenten Qualifikation die Zukunft entscheidend mitgestalten. Sie werden Trends setzen.“ Er verwies in diesem Zusammenhang auf den Beitrag und die entscheidende Rolle des Handwerks beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Erhöhung der Energieeffizienz.

Deutschland stehe derzeit vor großen Herausforderungen, so der Präsident der Handwerkskammer Dresden. Es sei notwendig, sich in vielen Bereichen strategisch neu aufzustellen. Dies betreffe insbesondere die Energiepolitik. „Viele Handwerker sorgen sich angesichts explodierender Preise zurecht um ihre Existenz.“

Der Staat sei jetzt gefordert, schnell für bezahlbare Energie zu sorgen und die Energieversorgung auch langfristig zu sichern. Dafür sei ein „Kurswechsel“ notwendig. Ziel müsse es sein mehr Energie in Deutschland zu produzieren. Denn nur wenn das Angebot an Energie fortgesetzt erhöht wird, werde sich das auch in den Preisen widerspiegeln. „Erst wenn die Richtung feststeht, können die Unternehmen sich strategisch neu aufstellen“, so Jörg Dittrich.