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Meißner „Heimatschutz“ hetzt nach Brüssel-Anschlägen

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Die Dresdner Staats­an­walt­schaft prüft einen Facebook-Kommentar der Initia­tive Heimat­schutz in Meißen zu den Terror­an­schlägen in Brüssel. Die rechte Initia­tive hatte bezüg­lich der Terror­an­schläge in einem Kommentar geschrieben, die Bomben hätten ins Parla­ment unter den Sitz von EU-Ratsprä­si­dent Martin Schulz gehört. Wörtlich hieß es in dem Kommentar: "Das Ding hätte ins Parla­ment gehört. Unter Schulz seinen Sessel." Wie Oberstaats­an­walt Lorenz Haase unserem Sender sagte, werde der Kommentar auf Straf­recht­lich­keit geprüft. Nach einer ersten kurzen Überprü­fung, liege wohl kein Straf­tat­ver­dacht vor, da der Kommentar in der Vergan­gen­heit formu­liert worden sei. Man gucke sich das aber noch genauer an, sagte Haase. Der Staats­schutz prüft den Kommentar, sagte ein Polizei­spre­cher.Am Nachmittag reagierte auch der Meißner Oberbür­ger­meister Olaf Raschke, er veröf­fent­lichte folgendes State­ment:Die Ereig­nisse des heutigen Tages in Brüssel machen mich betroffen und sprachlos. Gewalt, Hass und Terror jedweder Couleur sind mit allen Mitteln des Rechts­staates zu bekämpfen. Ich distan­ziere mich daher in aller Klarheit von den Seites der Initia­tive Heimat­schutz auf Facebook getrof­fenen Äußerungen zu diesem tragi­schen Ereignis. Es ist völlig inakzep­tabel, terro­ris­ti­sche Gewalt­akte zum Gegen­stand einer hetze­ri­schen Polemik zu machen. Ich habe veran­lasst, dass dem Opera­tiven Abwehr­zen­trum der sächsi­schen Landes­po­li­zei­be­hörde diese Vorgänge zur Kenntnis kommen und weitere straf­recht­liche Schritte geprüft werden. Die Initia­tive Heimat­schutz organi­siert seit Monaten Proteste gegen Flücht­linge und die Politik der Bundes­re­gie­rung.