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Mehrere Feld- und Wiesenbrände in der Region - hohe Waldbrandgefahr

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Bei Kreischa ist am Dienstagmittag eine weithin sichtbare dunkle Rauchwolke aufgestiegen. Nach ersten Informationen der Polizei ist bei Theisewitz ein Feld in Brand geraten. Die Feuerwehr rückte an, um die Flammen einzudämmen. Große Flächen des Feldes wurden zerstört. Nach ersten Informationen des Einsatzleiters vor Ort standen etwa drei Hektar in Flammen. Das Feuer näherte sich bis auf wenige Meter auch angrenzenden Häusern. Die 50 Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen der Flammen auf Wohngebäude verhindern.

Feldbrand auch bei Langenhennersdorf

Auch in Langenhennersdorf an der Hauptstraße kam es gegen 14:00 Uhr zu einem Feldbrand. Dort standen zwei bis drei Hektar Getreide in Flammen, berichtete unser Reporter vor Ort.

Ausgelöst offenbar beim Pressen von Stroh-Quadern auf einem Feld direkt neben der Agrargenossenschaft. Die Arbeiter der Genossenschaft reagierten sofort und zogen mit einem Flug eine Schneise, damit der Brand sich nicht ausbreitet.

Die Feuerwehren Langenhennersdorf, Bad Gottleuba, Berggießhübel, Markersbach und Rosenthal-Bielatal waren mit 39 Kameraden im Einsatz und löschten das Feuer. Verletzt wurde niemand.

Brand auch an der A13

Auch an der A13 musste am Dienstagnachmittag die Feuerwehr anrücken. Bei Schönborn brannte das Gras auf den Mittelstreifen. Es kam zu Verkehrseinschränkungen.

Auch im Landkreis Meißen hatte es in den vergangenen Tagen mehrfach größere Feldbrände gegeben. Grund ist die extreme Trockenheit.

Zweithöchste Waldbrandwarnstufe

Aktuell gilt außerdem in Dresden die zweithöchste Waldbrandwarnstufe (Stufe 4 von 5). Für Mittwoch wird sogar die höchste Warnstufe fünf erwartet, teilte die Feuerwehr Weixdorf mit. Die Feuerwehr bittet darum, keinesfalls Autos am Feld- oder Waldrand zu parken, der heiße Katalysator könnte ein Feuer auslösen. Zigaretten dürfen keinesfalls einfach weggeworfen werden, im Wald gilt bis Ende Oktober absolutes Rauchverbot.Sicherheitshinweise des Sachsenforstes bei hoher WaldbrandgefahrIn den am stärksten Waldbrand gefährdeten nord- und nordostsächsischen Kiefernwäldern wird bei hoher und sehr hoher Waldbrandgefahr (Stufe 4 und 5) empfohlen, diese Waldgebiete zur eigenen Sicherheit zu meiden. Sollte eine Wanderung trotzdem durch den Wald führen, sollten die Hauptwege nicht verlassen werden.

Sachsenforst: Verhaltensregeln im WaldDer Umgang mit offenem Feuer im Wald ist unabhängig von den ausgegebenen Waldbrandgefahrenstufen ganzjährig verboten. Damit sind das Rauchen, das Grillen, das Zünden von Lagerfeuern oder die Inbetriebnahme von Himmelslaternen generell untersagt. Grundlage dafür ist das Waldgesetz für den Freistaat Sachsen (§ 15 SächsWaldG). Zuwiderhandlungen stellen Ordnungswidrigkeiten dar und werden mit Bußgeldern durch die unteren Forstbehörden der Landkreise und Kreisfreien Städte geahndet.Offene Feuer dürfen nach § 15 SächsWaldG ebenso nicht am Wald bis zu einem Abstand von 100 Metern entzündet werden. Ausnahmen können von den zuständigen unteren Forstbehörden genehmigt werden.Darüber hinaus ist es seit dem 01.10.2009 im Freistaat Sachsen verboten, Himmelslaternen (auch als Skylaternen, Kong-Ming-Laternen, Wunschlaternen oder Himmelsfackeln bezeichnet) aufsteigen zu lassen. Die Landesdirektion hat entsprechende Polizeiverordnungen erlassen. Für die Kontrolle der Einhaltung dieser Verordnungen ist die jeweilige Gemeinde zuständig. Der unerlaubte Start einer Himmelslaterne kann eine Geldbuße von bis zu 1.000 Euro nach sich ziehen.Das Befahren von Waldwegen mit Motorfahrzeugen ist ganzjährig nach § 11 SächsWaldG untersagt. Die trockene Bodenvegetation im Wald kann sich leicht entzünden und großflächige Waldbrände verursachen. Die Zufahrtswege zu den Waldgebieten sind generell nicht mit Fahrzeugen zu blockieren, da die Waldwege Rettungswege für Feuerwehren und Krankenfahrzeuge sind und der Holzabfuhr dienen.Im Brandfall ist umgehend die Leitstelle der Feuerwehr (Telefon 112) zu informieren.Die aktuellen Waldbrand-Warnstufen in Sachsen