Mehre Demos am Samstag in Dresden
Das Bündnis Dresden Nazifrei rechnet am Jahrestag der Zerstörung Dresdens am kommenden Montag nicht mit größeren Aktionen der rechtsextremen Szene. Allerdings werde es jetzt am Samstag (11. Februar) voraussichtlich zwei Neonazi-Aufmärsche in der Stadt geben, sagte Bündnissprecher Albrecht von der Lieth bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Das Bündnis kündigte Gegenprotest an und will einen Marsch der Rechten durch die Stadt verhindern. Dazu seien Blockaden geplant.Eine Demonstration in der Altstadt habe ein bekannter Rechtsextremist aus Bayern angemeldet. Dieser will vom Zwingerteich aus in die Neustadt bis zum Albertplatz und dann wieder zurück zum Zwingerteich laufen. "Hier rechnen wir mit weit unter Hundert Teilnehmern, weil ihm die Gefolgschaft aus der lokalen Szene verweigert wird." Es sei aber davon auszugehen, dass Dresdner Neonazis noch kurzfristig eine eigene Demonstration anmeldeten. Diese könnte in der Altstadt angemeldet werden. Die Gegendemonstranten wollen am Samstagmittag vom Goldenen Reiter aus ab 13:00 Uhr durch die Stadt ziehen. Man rechne mit 500 bis 2000 Teilnehmern.Jahrelang hatten Neonazis das Gedenken in Dresden missbraucht; Aufmärsche direkt am 13. Februar hat es zuletzt aber nicht mehr gegeben. Im vergangenen Jahr waren rund 600 Rechtsradikale am Vorabend des Jahrestages durch Nickern gezogen. Am kommenden Montag wird Dresden Nazifrei wieder den "Mahngang Täterspuren" veranstalten, der in diesem Jahr in Kooperation mit Studenten der Evangelischen Hochschule Dresden organisiert worden sei, sagte von der Lieth.Alle wichtigen Informationen zu Veranstaltungen und Sperrungen hier.