Mehr zu tun für die sächsische Wasserschutzpolizei
Die Wasserschutzpolizei hat in diesem Jahr bereits mehr Regelverstöße auf sächsischen Gewässern festgestellt als im gesamten Jahr 2014. Bis zum 31. Juli seien 530 Verstöße in der Schifffahrt registriert worden, sagte ein Polizeisprecher. 2014 waren das ganze Jahr über 417 Fälle erfasst worden. Ursache für den Anstieg sei jedoch keinesfalls gesunkenes Unrechtsbewusstsein der Menschen. Vielmehr seien zusätzliche Seen für den Schiffsverkehr freigegeben worden und deshalb in die Zuständigkeit der Wasserschutzpolizei gefallen. „Wir kontrollieren mehr. Und wenn wir mehr kontrollieren, stellen wir auch mehr Verstöße fest“, erläuterte der Sprecher. Deren Spektrum reiche von der fehlenden Kennzeichnung der Boote, dem Befahren gesperrter Bereiche bis hin zu Alkohol am Schiffssteuer. Letzteres sei jedoch ein nahezu ausschließliches Problem bei Freizeitsportlern. Viele wüssten einfach nicht, dass auf dem Wasser eine Promillegrenze von 0,5 gelte. Zahlen zu ertappten Alkoholsündern auf dem Wasser konnte der Sprecher jedoch nicht nennen. (dpa)