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Mehr Tiere kommen im Dresdner Tierheim in Zwangspflege

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Das Dresdner Tierheim muss immer mehr Tiere in Zwangs­pflege nehmen. Die Zahl sei in den vergan­genen Jahren stetig gestiegen, teilte das Heim bei der Jahres­pres­se­kon­fe­renz am Mittwoch mit. Die betrof­fenen Tiere kommen etwa ins Heim, weil ihre Besitzer ins Kranken­haus oder ins Gefängnis müssen oder auch gestorben sind. Außerdem nimmt das Veteri­näramt vernach­läs­sigte Tiere in Zwangs­pflege. Häufig seien auch Verstöße gegen das Tierschutz­ge­setz oder das Sächsi­sche Gefahr­hun­de­recht die Ursachen, hieß es. Insge­samt mussten im Vorjahr 92 Hunde und 65 Katzen zur Zwangs­pflege ins Tierheim.  Die Kosten für die Unter­brin­gung in der Zwangs­pflege trägt in jedem Fall der Tierbe­sitzer. Im Todes­fall werden die Erben heran­ge­zogen. Der Aufent­halt einer Katze in der Pflege kostet in Dresden pro Tag 7,14 Euro, bei einem Hund sind es 11,90 Euro. Wie bereits in den Vorjahren habe es auch 2016 hohe Außen­stände gegeben. Der Anteil nicht bezahlter Forde­rungen liege bei elf Prozent, hieß es. In Summe waren das 37 200 Euro.Jahres­bi­lanz vorge­stelltInsge­samt 1059 Tiere kamen 2016 ins städti­sche Tierheim: 282 Hunde, 476 Katzen und 301 andere. Im Jahr davor waren es 1081 Tiere, 2014 benötigten noch 1260 Tiere Obdach und im Jahr 2013 waren es 1408. 2016 konnten laut Stadt insge­samt 683 Tiere vermit­telt werden: 72 Hunde, 311 Katzen und 301 andere Tiere.Spender wichtigIm vergan­genen Jahr gingen 14.724 Euro Spenden im Tierheim ein. "Jede Spende und Zuwen­dung an das Tierheim wird zur Verbes­se­rung der Unter­brin­gung der Tierheim­tiere gut genutzt. Das Tierheim wird seit Jahrzehnten über Spenden und Nachlässe von Dresd­nern unter­stützt. Das erleich­tert die Arbeit und zeigt, dass die Dresdner die Leistung des Tierheimes schätzen. Meinen Dank an alle Spender", sagte Bürger­meister Detlef Sittel.   Von Spenden­gel­dern konnten im vergan­genen Jahr Vogel­kä­fige und Trockner, Scher­ma­schine und Futter angeschafft werden. Aus Nachlässen ist das Schild­krö­ten­ge­hege für 19.000 Euro finan­ziert worden. (mit dpa)