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  • Wird künftig noch öfter auf der Prager Straße zu sehen sein: Die Dresdner Polizei.
  • Rund um den Wiener Platz hat sich die Kriminalität in den vergangenen Monaten verstärkt.

Mehr Polizei in Dresdner Innenstadt

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Die Polizei verstärkt ihre Präsenz in der Dresdner Innenstadt. Der Bereich rund um die Prager Straße, von dem Wiener Platz am Hauptbahnhof bis hin zum Rundkino, wird nun komplett überwacht. Dafür sind bis zu acht Polizisten unterwegs. Zudem wurde die Ermittlungsgruppe „Innenstadt“ ins Leben gerufen.

Vor Ort gebe es eine offene Drogenszene, zudem haben Diebstähle und Gewaltdelikte zugenommen, sagte uns Polizeipräsident Lutz Rodig. Die bisherigen Kontrolleinsätze waren nur zu Anfang erfolgreich. Das Problem sei, dass sich die Täter an dem Vorgehen der Polizei angepasst hätten. Um die Kriminalität zu bekämpfen, wird der Einsatz daher verstärkt. Weitere Komplexeinsätze mit Unterstüzung der Bereitschaftspolizei wird es aber dennoch geben.

Lutz Rodig: „Mit dem neuen Einsatzkonzept wollen wir die offene Drogenanbieterszene von der Prager Straße verdrängen und gleichzeitig die Strukturen des örtlichen Drogenhandels aufdecken. Das ist Voraussetzung, um die Hintermänner zur Verantwortung ziehen zu können.“ Ziel sei es, wieder für mehr Sicherheit vor Ort zu sorgen - für Touristen, Händler und auch Anwohner.

Der Wiener Platz wird seit dem 1. Oktober 2022 als herausragender Kriminalitätsbrennpunkt eingeordnet. An solchen Orten sind Polizeibeamte beispielsweise berechtigt Identitäten einer Person festzustellen, Personen und Sachen zu durchsuchen. Seitdem gab es 57 Komplexeinsätze, 325 Strafverfahren mit 225 Beschuldigten sowie 40 Haftbefehle.

Herausragende Kriminalitätsbrennpunkte sind in Dresden (Stand 28. September 2023): erweiterter Scheune-Vorplatz, Alaunplatz, Kreuzung Rothenburger Straße/Görlitzer Straße, Albertplatz, Amalie-Dietrich Platz, Wiener Platz.

Audio:

Polizeipräsident Lutz Rodig