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Mehr Platz für die Elefanten im Zoo

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Die Elefanten im Dresdner Zoo haben ab sofort mehr Auslauf. In den letzten Monaten wurde die Anlage erweitert. Das Freigelände hat sich demnach in etwa verdoppelt - sagte uns Zoodirektor Karl-Heinz Ukena zur Eröffnung des vergrößerten Außenareals am Freitag.

Die vier Dickhäuter, die auch gern draußen übernachten, haben dort jetzt mehr Platz und auch einen Rückzugsort. Nach dem Abriss einer alten Halle und zusätzlichen Auslaufflächen stehen den drei Kühen und einem Bullen nun rund 3000 Quadratmeter zur Verfügung.

In die lange geplante Umgestaltung wurden nach Zooangaben rund 700 000 Euro investiert. „Die Elefanten sollen möglichst viel Platz haben, wir konnten es uns nur nicht eher leisten“, sagte Ukena.

Die Tiere können nun auch untereinander separiert werden, falls ein „Liebesnest“ benötigt wird. Alle Hoffnung auf Elefantennachwuchs liegt dabei auf den aus Südafrika stammenden Bullen Tonga. Er hat bereits Nachkommen und mischt seit November 2020 die reine „Damen“-WG aus Drumbo, Mogli und Sawu auf.

Seit Thabo-Umasai, Drumbos Kalb, hofft der Zoo auf weitere Jungtiere. „Glücklicher Krieger“, wie er in der afrikanischen Tswana-Sprache hieß, war 2006 der erste „Minifant“ in der 160-jährigen Geschichte des Tierparks. Mit der Schwangerschaft war 2004 die erste künstliche Befruchtung eines Zoo-Elefanten in Deutschland geglückt. Das Jungtier musste 2011 abgegeben werden, weil der Zoo damals noch keine ausgewachsenen Bullen halten konnte.

„Die Kühe können noch schwanger werden“, sagte Ukena. Bisher sei Tonga zwar nicht zum Zug gekommen, Interesse aneinander bestehe aber. „Auch Tiere brauchen da eine Weile.“ Kühe seien nur etwa alle drei Monate bereit. „Man muss ein bisschen Schwein und Geduld haben.“