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Mehr Patienten beklagen Behandlungsfehler

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Im vergan­genen Jahr haben sich in Sachsen wieder mehr Patienten wegen eines Verdachts auf Behand­lungs­fehler an ihre Kranken­kasse gewendet. Der Medizi­ni­sche Dienst der Kassen (MDK) begut­ach­tete 648 Vorwürfe. In jedem dritten Fall, insge­samt 220 Mal, bestä­tigten die Gutachter den Verdacht der Patienten, wie aus der am Donnerstag in Berlin veröf­fent­lichten MDK-Jahres­sta­tistik hervor­geht. Bei knapp der Hälfte war der Behand­lungs­fehler auch Ursache für den erlit­tenen Schaden. Im Vorjahr gab es 516 Verdachts­fälle und damit 132 weniger.  Fast die Hälfte der jüngsten Vorwürfe bezog sich auf eine Behand­lung im Opera­ti­ons­saal. Fast jeder dritte betraf Ortho­pädie und Unfall­chir­urgie, knapp 20 Prozent die Allge­mein- und Gefäß­chir­urgie, jeweils etwa jeder zehnte die Innere und Allge­mein­me­dizin sowie Frauen­heil­kunde und Geburts­hilfe. Mit drei Prozent eher marginal war indes die Zahnme­dizin vertreten. Nach Ansicht der MDK-Experten sind viele Fehler durch mehr Sicher­heit vermeidbar, etwa Seiten­ver­wechs­lungen. Sie forderten eine neue Sicher­heits­kultur, bei der alle Fehler offen­ge­legt und analy­siert werden.