• Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Sachsen war im Januar geringer als üblich. Foto: Agentur für Arbeit

Mehr Arbeitslose in Sachsen - geringster Anstieg seit zehn Jahren

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Sachsen hat das Jahr 2018 mit dem geringsten Anstieg der Arbeitslosigkeit in einem Januar seit zehn Jahren begonnen. Im ersten Monat waren 141 600 Frauen und Männer arbeitslos, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch in Chemnitz mitteilte. Das sind 11 900 Arbeitslose mehr als im Dezember 2017. Als Gründe dafür nannte die Agentur Kündigungen zum Quartalsende, ausgelaufene Befristungen aus dem Weihnachtsgeschäft und Freisetzungen über die Wintermonate.

Dies seien saisonale Faktoren. Er sei daher nicht besorgt, sagte Sachsens Agenturchef Klaus-Peter Hansen. «Zumal der Anstieg im Januar wegen des milden Winters geringer ausfiel als in den vergangenen zehn Jahren», fügte er an. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,5 Punkte auf 6,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Januar 2017 waren im Freistaat noch 161 500 Menschen ohne feste Anstellung. Die Arbeitslosenquote hatte 7,6 Prozent betragen.

Laut Hansen ist die Arbeitslosenquote in Sachsen sogar weiter gesunken, wenn man die saisonalen Effekte außer Acht lassen würde. Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit liege mit 130 000 Menschen um 2000 unter dem Wert vom Dezember 2017, teilte die Arbeitsagentur mit. «Das beweist, dass der sächsische Arbeitsmarkt in einer wirklich guten Grundverfassung ist», betonte Hansen. Dies wolle man nutzen, um weiter Langzeitarbeitslose in Beschäftigung zu bringen.

Der Januar-Statistik zufolge gibt es in Sachsen 36 250 freie Stellen. Die meisten Arbeitskräfte werden nach wie vor im Bereich der Zeitarbeit (10 848) gesucht. Auf den folgenden Plätzen rangieren Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (5004), dem Gesundheits- und Sozialwesen (3386) sowie der Kraftfahrzeug-Branche (3091). (DPA)