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Medienkonsum bei Dresdner Kids stark gestiegen

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Der Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen in Dresden hat in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen. Das geht aus dem aktuellen Suchtbericht der Stadt hervor.

Demnach hat sich die Zahl der Beratungsgespräche wegen problematischem Medienkonsum in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Vor allem die Corona-Pandemie habe hier die Dynamik noch einmal angekurbelt, sagte uns die städtische Suchtkoordinatorin Kristin Ferse.

Droge Nummer 1 in Dresden bleibt dem Bericht zufolge weiterhin der Alkohol. Fast die Hälfte aller Menschen, die im vergangenen Jahr eine Suchtberatungsstelle aufsuchten, kamen wegen Problemen mit Alkohol. Auch die Crystal-Fälle in den Suchtberatungsstellen steigen wieder an, bei Krankenhauseinweisungen liegt Sachsen inzwischen bundesweit auf Platz 3.

Der Trend der wieder gestiegenen Relevanz von Crystal und des Rückgangs cannabisbezogener Probleme spiegelt sich laut Suchtbericht auch in den Daten der polizeilichen Kriminalstatistik. So stieg in Dresden der Anteil der festgestellten Crystal-Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz seit 2020 wieder an und liegt 2021 bei 22,2 Prozent. Die Cannabis-Verstöße hingegen sinken seit 2019 anteilig wieder und liegen nun bei 58,4 Prozent.