Matthias Rößler wird Bauer
Ein politisches Urgestein trat am Dienstag von der Bühne ab: Matthias Rößler war 34 Jahre lang im Freistaat aktiv - als Teilnehmer des ersten Runden Tisches 1989/90, als Abgeordneter, Kultus- und Kulturminister bis zu seiner letzten Funktion als Landtagspräsident.
Nach 15 Jahren gab er jetzt den Vorsitz des Plenums ab. Alexander Dierks (ebenfalls CDU) wurde zum neuen Landtagspräsidenten gewählt, Matthias Rößler verfolgte die 1. Sitzung des neu gewählten Landtags von der Tribüne aus. Ein bisschen wird ihm die Politik fehlen, aber er hat schon neue Pläne: „Wir haben ja ein großes Grundstück und ich möchte meinen Sohn in der Landwirtschaft unterstützen. Mein Sohn bewirtschaftet 2,6 Hektar“, so Rößler. Dort würden Kartoffeln, Zwiebel und anderes angebaut. Auch 15 Schafe gehören zur Zucht.
Am 3. Oktober, am Tag der Wiedervereinigung und der Gründung des Sächsischen Landtags vor 34 Jahren, wird Rößler jedoch noch einmal ins Hohe Haus zurückkehren. Zum Tag der offenen Tür lädt er alle Sachsen ein, den Landtag zu besuchen: „Treffen Sie Politiker und sagen sie ihnen, was sie schon immer mal sagen wollten“, scherzt Rößler.
Dem neuen Landtag wünscht er gutes Gelingen: „Ich bin gespannt, wie der neue Landtag die anstehenden Probleme lösen wird - denn die werden nicht weniger, sondern mehr.“