• Rekordzahlen gab es 2017 bei Blitzern und Knöllchen in Dresden. (Symbolbild: M. Gabler)

Massiver Anstieg bei Blitzer-Fotos in Dresden

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Das Dresdner Ordnungsamt hat durch neue Digitaltechnik im Jahr 2017 deutlich mehr Autofahrer verwarnt. Durch die neue Technik können deutlich mehr Autofahrer verwarnt werden, da Fotos schnell und in besserer Qualität vorliegen.

Blitzerfotos: Anstieg um 41 (stationäre Blitzer) bzw. 71 Prozent (mobil)

Die stationären Blitzer sorgten im vergangenen Jahr für rund 76.000 Verwarn- und Bußgelder, das ist ein Plus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die mobilen Blitzer sorgten sogar für eine Steigerung von 71 Prozent. 34.229 Autofahrer wurden 2016 erwischt, im Jahr 2017 waren es dann auf 58.555. Laut Ordnungsamt sei nicht mehr kontrolliert worden, die digitale Technik sorge dafür, dass man deutlich mehr Autofahrer identifizieren und verwarnen könne. Allein die Blitzerfotos haben 3,06 Millionen Euro in die Stadtkasse gespült.

Bußgeldeinnahmen auf 9,4 Millionen Euro gestiegen

Durch die neue mobile Technik, spielen auch die Politessen mit Knöllchen deutlich mehr Geld ein. Es lagen mit 264.000 rund 15 Prozent mehr Anzeigen wegen falsch abgestellter Fahrzeuge vor, teilte das Ordnungsamt mit (2016: 230 000). Im fließenden Verkehr waren es rund 167.000 Anzeigen (2016: 115 000). Diese Anzeigen betreffen Verstöße wegen zu schnellen Fahrens, Fahrens bei Rot oder auch der Benutzung des Handys bei der Fahrt.  Daraus ergaben sich rund 9,4 Millionen Euro Einnahmen (Vergleich 2016: 8,3 Millionen Euro) aus Bußgeldern und Verwarnungen (inkl. Verwaltungsgebühren).

Neu ab Februar: Online-Anhörung

Ab Donnerstag, 1. Februar 2018, bietet die Bußgeldbehörde des Ordnungsamtes ihr neues Portal „Online-Anhörungen“ an. Wer eine Ordnungswidrigkeit im ruhenden oder fließenden Verkehr – falsch geparkt oder zu schnell gefahren – begangen hat, kann hier Anmerkungen zum Sachverhalt online erledigen sowie Beweisfotos einsehen. Verwarnungsgelder kann man direkt mit einem Klick per Kreditkarte, Giropay, SEPA-Überweisungsvordruck oder mittels Girocode bezahlen.

"Das neue Verfahren der Online-Anhörung vereinfacht sowohl für die Betroffenen als auch für die Verwaltung das Verfahren in Bezug auf Rückfragen und den Aufwand für die Bezahlung. Außerdem entfallen Portogebühren für die Rücksendung des Anhörungsbogens", teilte Ralf Lübs, Leiter des Ordnungsamtes mit. Mit dem postalischen Schreiben der Bußgeldbehörde erhalten die Betroffenen wie gewohnt den Anhörungsbogen sowie einen personalisierten Zugangscode und ein Passwort. Damit können sie sich im Online-Portal einloggen.

Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2018 soll die Online-Anhörung auch für die allgemeinen Ordnungswidrigkeiten, wie Ruhestörung oder das nicht sachgemäße Entsorgen von Müll, folgen.

Die Software der Firma Schelhorn OWiG Software gibt die Stadt einmalig 600 Euro für die Einrichtung sowie monatlich 440 Euro Miete aus, teilte das Rathaus mit.

Informationen zur Online-Anhörungen sowie den Zugang zum Portal: www.dresden.de/online-anhoerung