Marode Albertbrücke - auch Elberadweg muss gesichert werden
Auf der Albertbrücke sind am Donnerstagvormittag zwei Fahrspuren abgesperrt worden. Eine Baufirma hat auf dem Kopfsteinpflaster auf den äußeren Spuren Absperrungen aufgestellt. Grund für die Teilsperrung: Brückenteile könnten in die Elbe stürzen. Auch der Elberadweg muss vor Steinbrocken gesichert werden. Wie das Straßen- und Tiefbauamt auf unsere Anfrage mitteilte, sollen in den nächsten Wochen Holztunnel unter den Brückenbögen aufgebaut werden.Herabstürzende BrückenteileGrund für die Sperrung ist die Gefahr herabstürzender Brückenteile. Die Sicherheit der Schifffahrt auf der Elbe solle damit gewährleistet werden, teilte die Stadtverwaltung mit. Sperrung bleibt bis Sanierungsstart"Die durch den Verkehr verursachten Erschütterungen auf die Stirnmauern, Konsolen und Kappen sollen durch diese Maßnahme reduziert werden", so die Stadtverwaltung. Die Sperrung bleibt bis zur Instandsetzung der Albertbrücke bestehen. Weiteres Stauchaos droht Zuvor hatten bereits Straßenbahnen ein 10 km/h Tempolimit für die Albertbrücke bekommen. Für Autofahrer drohen nun noch mehr Verzögerungen bei Überquerung der maroden Brücke. Eine schnelle Sanierung der Brücke war im Stadtrat vertagt worden, die Arbeiten können vermutlich frühestens ab 2015 starten.Sondergutachten machte Sperrungen notwendigDer Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, Reinhard Koettnitz sagte unserem Sender, die Notsicherungsmaßnahmen resultierten aus einem Sondergutachten, das Ende August vorgelegt wurde. Bei einem Brückentest im Frühjahr hatte die Albertbrücke die schlechteste Note bekommen, sie muss deshalb regelmäßig überprüft werden. Man gehe davon aus, dass die Maßnahmen zunächst ausreichen, so Koettnitz. Allerdings sei unklar, was die nächsten vierteljährlichen Überprüfungen ergeben. Gesichert werden müsse jetzt auch der Elberadweg, das werde in den nächsten Wochen geschehen, sagte der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes.