Markersdorf im Visier des russischen Geheimdienstes?
Markersdorf bei Görlitz ist offenbar ins Visier des russischen Militärgeheimdienst GRU gerückt. Aktuell würden in Deutschland mehrere Objekte ausspioniert, die im Kriegsfall von Spezialkräften attackiert werden könnten. Das berichtet der„Focus“ unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise.
Auslöser sei die Festnahme einer russischen Sabotage-Einheit in der Ukraine gewesen. In den Aufzeichnungen der Mitglieder wurden angeblich gefunden, die auf den Standort der Bundesnetzagentur in Markersdorf weisen. Es handelt sich dabei um einen Richtfunkmast. Bürgermeister Thomas Knack ist besorgt. „Vor einigen Wochen hätte mir diese Thematik noch ein Lächeln abverlangt, heute ist es aber komplizierter. Wenn man da als Gemeinde erwähnt wird, bekommt man schon einen Schreck.“
Momentan prüfe der Bundesverfassungsschutz alle Unterlagen und Hinweise. Auch Standorte in mehreren Berliner Stadtteilen sollen betroffen sein. Auf unsere Nachfrage wollten sich Bundesverfassungsschutz und Bundesnetzagentur nicht äußern. Man äußere sich zu „operativen Belangen“ grundsätzlich nicht, hieß es.