Marienbrücke nur noch einspurig
Die Marienbrücke in Dresden ist zwischen Neustadt und Altstadt ab sofort nur noch einspurig für Autos befahrbar. Seit Freitagmorgen stehen Warnbaken zwischen Neustadt und Altstadt. Nachdem es immer wieder schwere Unfälle auf der Brücke gab, wird nun die Sperrung einer Fahrspur getestet. Zunächst war auch angedacht, eine Schraffur aufzutragen, daraus wird aus technologischen Gründen aber vorerst aber nichts, teilte ein DVB-Sprecher mit. Test bis JanuarMan teste zunächst bis Januar die Sperrung der Spur, sagte Sprecher Falk Lösch. Mittelfristig sind auch bauliche Veränderungen im Bereich der Devrientstraße geplant. Dort wird nahezu wöchentlich ein Stoppschild von falsch abbiegenden Fahrzeugen gefällt.Die Einziehung des Fahrstreifens erfolgt bis in Höhe der Altstädter Kaimauer, betrifft also nicht die gesamte Brücke, teilte das Straßen- und Tiefbauamt mit. "Die Freihaltung des Gleisbereiches ist zeitlich befristet vom 1. Dezember 2017 bis 3. Januar 2018", hieß es. "Es ist kein Beginn einer grundsätzlichen Sperrung des Fahrstreifens im Gleisbereich in Fahrtrichtung nach Dresden Altstadt", teilte das Amt mit.DVB hoffen auf weniger StauDie DVB begrüßen die Entscheidung des Straßen- und Tiefbauamtes zur Spursperrung, da Bahnen dadurch jetzt zur Weihnachtsmarktzeit seltener im Stau stehen. Zudem fahren deutlich mehr Bahnen über die Marienbrücke seit der Sperrung der Augustusbrücke. Eine dritte Linie fährt nun zusätzlich über die Marienbrücke.Dazu das Straßen- und Tiefbauamt: "Im Zuge der Marienbrücke verkehrt neben den Straßenbahnlinien 6 und 11 seit dem Bauanfang der Augustusbrücke zusätzlich die Linie 4. In Zeiten hohen Verkehrsaufkommens treten für die Straßenbahnen in Fahrtrichtung zur Haltestelle Kongresszentrum hohe Verlustzeiten durch den Rückstau des Kraftfahrzeugverkehrs auf. Im Zusammenhang mit einem weiteren zu erwartenden Ansteigen des Verkehrsaufkommens während der Adventszeit wurde entschieden, den Gleisbereich im Anschluss an die Sperrfläche auf der Neustädter Brückenrampe auf weiteren 180 m vom Kraftfahrzeugverkehr freizuhalten, um die staubedingten Verlustzeiten im Straßenbahnbetrieb zu verringern."Verkehrssituation wird beobachtetMan werde nun auch beobachten, wie sich die Staus für Autofahrer entwickeln, hieß es vom Straßen- und Tiefbauamt. Ab der Altstädter Uferlinie ist die Brücke dann wieder zweispurig befahrbar. In Fahrtrichtung Neustadt ändert sich für Autofahrer nichts. Nach der Haltestelle in Richtung Antonstraße werden aber ebenfalls Warnbaken aufgestellt. Dort war vor kurzem ein Taxi bei einem Wendemanöver über die Sperrlinien mit einer Straßenbahn zusammengestoßen.Der Dresdner Ortsbeirat und Twitter-User @fasnix hatte uns am Freitagmorgen auf die überraschende Sperrung informiert.