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Manufaktur Meissen will Markenstreit beenden

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Die Porzel­lan­ma­nu­faktur Meissen will den Streit um Marken- und Patent­rechte entschärfen. Wie Manufaktur-Chef Chris­tian Kurtzke am Vormittag mitteilte, werde er die Anmel­dung der Wortmarke Meissen für sämtliche Waren und Dienst­leis­tungen wieder zurück­nehmen. Damit solle deeska­liert werden. In einer schrift­li­chen Stellung­nahme heißt es: "Inhalt­lich, sachlich ist die auf Empfeh­lung unserer externen Marken­ex­perten hin vorge­nom­mene Erwei­te­rung vollkommen richtig, vor allem, um inter­na­tional unsere Marken­rechte zu vertei­digen", so Meissner-Geschäfts­führer Chris­tian Kurtzke. "Doch aus meiner Sicht ist diese Erwei­te­rung nicht unabdingbar - ein feiner, aber wichtiger Unter­schied. In der Abwägung mit dem mögli­chen Kolla­te­ral­schaden in der Region halte ich die Erwei­te­rung für zweit­rangig, daher haben Herr Bremer und ich uns entschieden, die Erwei­te­rung für die Marke "MEISSEN" zurück­zu­ziehen und nur noch für die Dachmarke "MEISSEN COUTURE" zu vollziehen.Zahlreiche Meißner Unter­nehmen wie Sparkasse oder Schwerter Brauerei hatten die Anmel­dung kriti­siert, sie befürch­teten juris­ti­sche Probleme. Meißens Oberbür­ger­meister Olaf Raschke war deshalb sogar aus dem Aufsichtsrat bei Meissner zurück­ge­treten.