Mann pöbelt, randaliert und droht am Neumarkt und in Straßenbahn
Die Dresdner Polizei ermittelt nach einem rassistischen Übergriff und Beleidigungen in der Dresdner Innenstadt gegen einen 51-jährigen Mann.
Der Mann soll kurz nach Mitternacht zunächst in einem Restaurant an der Frauenkirche Gäste beleidigt und bedroht haben. Später hat der verwirrte 51-Jährige eine Frau in einer Straßenbahn in der Linie 9 zwischen Pirnaischen Platz und Lenneplatz rassistisch beleidigt und bespuckt. Er soll Morddrohungen geäußert haben, zudem sagte der Pöbler wörtlich, man solle sie auf den „Negerstrich“ schicken. Auch den Hitlergruß und sein Geschlechtsteil soll der Mann gezeigt haben. Bei dem Mann soll es sich um einen mutmaßlichen Reichsbürger handeln, teilte ein Sprecher der Dresdner Polizei auf unsere Anfrage mit.
Die Polizei forderte bei den Dresdner Verkehrsbetrieben die Überwachungsvideos an. Der Mann wurde in der Nacht zu Donnerstag in der Nähe des Straßburger Platzes gestellt, seine Identität festgestellt und eine Gefährderansprache durchgeführt. Der Mann sei bereits durch andere Vorfälle in den vergangenen Tagen bekannt, hieß es. Mehrere Anzeigen wegen Beleidigung liegen vor.
Betroffene ärgert sich über Reaktion von Fahrer
Die betroffene Frau machte in den sozialen Medien ihrem Ärger Luft, da der Straßenbahnfahrer verärgert auf ihren Notruf reagiert haben soll. Demnach würden 200 Euro fällig, wenn der Bahnverkehr aufgehalten würde. Eine DVB-Sprecherin konnte auf unsere Anfragen noch keine näheren Angaben machen, da man noch nicht mit dem Fahrer gesprochen habe. Bei Twitter teilten die DVB mit: „Der Sachverhalt wird von uns komplett in Zusammenarbeit mit der Polizei aufgeklärt. Ebenso wird eine interne Auswertung mit dem Fahrpersonal vorgenommen, da schließlich niemand von uns dabei war. Somit sind keine weiteren Spekulationen erforderlich.“