• Der Tatverdächtige wurde am Montagnachmittag zum Haftrichter gebracht. (Foto: T. Plunert)

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Mann an Lübbenauer Straße in Dresden erstochen

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Die Dresdner Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln aktuell gegen einen 38-jährigen Tunesiers wegen eines Tötungsdelikt in Reick und Prohlis. Gegen 20:00 Uhr wurden die Einsatzkräfte am Sonntagabend (10.03.2019) alarmiert.

Bisherigen Ermittlungen zufolge geriet der 38-jährige Verdächtige mit einem 28-jährigen Marokkaner an der Lübbenauer Straße aneinander. Der Tunesier soll auf den Marokkaner eingestochen haben. Der 28-Jährige verstarb trotz medizinischer Versorgung wenig später, teilte der Dresdner Polizeisprecher Marko Laske mit.

Die alarmierte Polizeibeamten nahmen den Tatverdächtigen noch in der Nacht in einer Wohnung in der Nähe des Tatortes fest. Er lebte dort in einer Wohnung. Die Tatwaffe wurde noch nicht entdeckt.

Der 38-Jährige befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll er im Verlauf des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehles vorgeführt werden.

Der genaue Tatablauf und das Motiv der Tat sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Beamte mit Spürhunden suchen am Montag weiter nach der Tatwaffe. Auch der genaue Tatort an der Lübbenauer Straße 1 muss noch genauer eingekreist werden.

Beide Männer haben sich gekannt, sagte Laske auf Nachfrage. Zum Motiv können die Ermittler noch nichts sagen. Der Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft, Jürgen Schmidt, teilte auf unsere Anfrage mit, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Asylbewerber mit einer Aufentaltsgestattung, "eine Art Duldung", handelt. Zum Tatgeschehen gebe es Zeugenaussagen, zur Stunde wird der Haftrichtertermin vorbereitet, so Schmidt.

Am Nachmittag ist der Haftbefehl wegen Totschlagsverdacht erlassen worden, sagte Sprecher Jürgen Schmidt auf unsere Anfrage. Der Tunesier wurde in die Dresdner JVA am Hammerweg gebracht.

Redaktioneller Hinweis: Artikel wurde um neue Informationen ergänzt.

Die Polizei sucht am Montagmittag weiter nach dem genauen Tatort und der Tatwaffe.

Der tatverdächtige Tunesier ist am Montagnachmittag am Amtsgericht Dresden zum Haftrichter gebracht worden. Dieser entscheidet, ob der beantrafte Haftbefehl wegen Totschlagsverdacht erlassen wird.