Luther-Handschrift in Dresden erhält Welterbe-Titel
Die UNESCO hat eine in der Sächsischen Landesbibliothek (SLUB) befindliche Handschrift Martin Luthers zum Weltdokumentenerbe ernannt. Bei dem Schriftssück handelt es sich um ein eigenhändiges Manuskript Luthers. Diese verwendete er auch für seine Vorlesungen an der Universität Wittenberg. Das Weltdokumentenerbe ist ein Verzeichns zum Erhalt besonders wertvoller Schriftstücke. Die Luther-Handschrift wurde auch digitalisiert.Das zum Weltdokumentenerbe ernannte Autograph gehört zu den kostbarsten Handschriften der Bibliothek und ist ein eigenhändiges Manuskript Martin Luthers, das er als frisch promovierter Theologieprofessor für seine erste Vorlesung über die Psalmen in den Jahren 1513-1515 an der Universität Wittenberg verwendete. Luther kommentierte einzelne Verse in Auseinandersetzung mit antiken, kirchenväterlichen und mittelalterlichen Autoritäten sowie gängigen Bibelglossen. Die 1516 ausgearbeitete ausführliche Kommentierung des ersten und vierten Psalms lässt darauf schließen, dass Luther eine Veröffentlichung seines Kommentars beabsichtigte. Ein Druck kam zu seinen Lebzeiten jedoch nicht zustande.Die Handschrift gelangte Ende des 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts durch den Zeitzer Kanoniker Johann Ernst Luther (1560-1637), Martin Luthers Enkel, in die Kurfürstliche Bibliothek zu Dresden.Die Handschrift wurde auch digitalisiert: digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/3098/1/0/