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Stadt springt ein: Luftbad Dölzschen gerettet

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Das Luftbad Dölzschen ist gerettet. Der Dresdner Stadtrat hat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit für den Erhalt des beliebten FKK-Bades gestimmt.

Die Linken hatten in einem Antrag gefordert, dass sich die Stadt zum Erhalt des Bades bekennt und Geld für die nötige Modernisierung der technischen Anlagen bereitstellt.

Eigentlich hatte der Bund Fördermittel zugesagt. Diese stehen nach finanzpolitischen Fehlentscheidungen der Ampelkoalition allerdings nicht mehr zur Verfügung. Dadurch war das Bad in seiner Existenz bedroht, doch nun ist Rettung in Sicht.

Das benötigte Geld soll aus städtischen Mitteln bereitgestellt werden. Außerdem wurde eine Ausnahmeregelung für dieses Jahr beschlossen. Damit darf das Bad diesen Sommer öffnen, obwohl die Sanierung erst danach erfolgen wird.

Für den Neubau des Technikgebäudes sowie den Einbau eines Edelstahlbeckens mit Wasseraufbereitungsanlage sind Planungen zufolge insgesamt circa 3,2 Mio. Euro notwendig. Zwei Millionen Euro wollte die Stadt selbst bereitstellen, die restlichen 1,2 Millionen Euro sollten über Fördermittel finanziert werden.

Das idyllisch gelegene FKK-Luftbad Dölzschen wurde bereits 1870 eröffnet. Neben einer großzügigen Liegewiese verfügt das Luftbad über ein 600 Quadratmeter großes Wasserbecken, unterteilt in einen Schwimmer- und einen Nichtschwimmerbereich.

Das Bad leistet einen wichtigen Beitrag zur Naherholung. Doch nach der Freibadsaison 2023 war die Betriebserlaubnis ausgelaufen, weil das FKK-Luftbad Dölzschen über keine zeitgemäße Wasseraufbereitungstechnik verfügt.