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Lokführerstreik trifft besonders den Fernverkehr

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Wegen des Lokfüh­rer­streiks sind am Mittwoch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kaum Fernzüge gefahren. Die ICs zwischen Leipzig, Halle und Magde­burg fielen nach Bahnan­gaben komplett aus. Auch zwischen Dresden und Leipzig sowie Dresden und Berlin fuhren keine Fernzüge. Die Deutsche Bahn bediente - aller­dings ausge­dünnt - die ICE-Strecke von Berlin über Leipzig weiter nach Bayern sowie die Linie von Leipzig über Erfurt nach Frank­furt. Ein Zug fuhr zudem von Berlin über Halle weiter Richtung Süden, wie ein Bahnspre­cher sagte. Der Ersatz­fahr­plan funktio­niere aber reibungslos. Die Lokfüh­rer­ge­werk­schaft GDL hat bis Donnerstag bundes­weit zum Streik aufge­rufen. Auch im Nahver­kehr im Südosten sowie bei der S-Bahn Mittel­deutsch­land gab es zahlreiche Zugaus­fälle und Busnot­ver­kehr. An den Bahnhöfen war es am Mittwoch eher ruhig. In Magde­burg herrschte am Vormittag ungewöhn­liche Leere. Eine große Anzei­ge­tafel wies darauf hin, dass zahlreiche Fernzüge ausfielen. Nur einzelne Gäste infor­mierten sich an den Schal­tern nach alter­na­tiven Verbin­dungen. „Der Organi­sa­ti­ons­grad der GDL ist im Osten sehr hoch“, begrün­dete der Bahnspre­cher, dass der Streik sich in den ostdeut­schen Bundes­län­dern beson­ders stark auswirke. Zudem gebe es in Westdeutsch­land noch einige Tausend verbe­am­tete Lokführer, die nicht streiken dürfen und deswegen dort im Einsatz seien. „Es ist Streik, es fällt vieles aus“, sagte der Bahnspre­cher in Leipzig. „Dennoch können wir konsta­tieren, dass der Ersatz­fahr­plan verläss­lich funktio­niert.“ Zudem hätten sich im Vergleich zu vorhe­rigen Streiks mehr Lokführer zum Dienst gemeldet, so dass die Bahn etwas mehr Züge als geplant habe fahren lassen können. (dpa)