Lösung für Radverkehr auf der Fabrikstraße gefunden

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Seit September kamen Radfahrer aus Plauen, Coschütz oder Löbtau schwerer in die Stadt. Viele sind über die Hofmühlenstraße, die Fabrikstraße und die Freiberger Straße direkt zum Postplatz gefahren. Dabei führte ein Stück des Weges über das Werksgelände des dort ansässigen Energieversorgers SachsenEnergie. Die Firma hatte ihren Abschnitt zwischen Nossener Brücke und Freiberger Straße mit Bauzäunen abgesperrt.

Für den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ist das ein großes Problem. Wie Geschäftsführer Edwin Seifert sagt, sei die Fabrikstraße eine wichtige Radverkehrsverbindung und stehe als solche auch im Radverkehrskonzept als wichtige Alltagsroute. Um eine Lösung zu finden, wurde eine Petition gestartet, die mehr als 1.000 Menschen unterzeichnet hatten.

Im Petitionsausschuss am Mittwochabend wurde dann eine Lösung vorgestellt. Laut der Stadt arbeite man an Planungen, einen Fuß- und Radweg auf einer Wiese von der Nossener Brücke über die Fabrikstraße zur Oederaner Straße zu bauen. Dieser Teil führe über städtisches Land, Grundstücke müssten also nicht erst erworben werden. Wann dieser Weg gebaut wird, sei noch nicht klar, sagt Edwin Seifert. Der neue Fuß- und Radweg sei allerdings nur eine Übergangslösung.

Das langfristige Ziel der Stadt sei es, die Fabrikstraße auch im Werksbereich wieder zu öffnen. Auch die Vertreter des Energieversorgers zeigten sich dafür offen. Vorher müsse jedoch noch sicherheitstechnische, grundstücks- und haftungsrechtliche Fragen zwischen Stadt und Versorger geklärt werden. Auch einige Umbauten wären wohl erforderlich, so Seifert.