Drohungen gegen Kretschmer bei Telegram - LKA ermittelt

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Nach den bekannt gewordenen Anschlagsplänen gegen Sachsens Ministerpräsident Kretschmer will jetzt das Landeskriminalamt tätig werden. Man prüfe die Tatvorwürfe und werde erste Ermittlungen imitieren, heißt es in einer Mitteilung. Offenbar ist die Behörde erst durch die Recherchen des ZDF bei "Frontal 21" auf die Dresdner Telegram-Gruppe aufmerksam geworden.

Teilnehmer der Gruppe sollen dem Bericht zufolge über einen Mord an Regierungschef Kretschmer gesprochen haben. Auch von Bewaffnung war die Rede. Für den Beitrag traten Journalisten der Telegram-Gruppe unter falschem Namen bei. Deren 103 Mitglieder verbinde die Ablehnung gegen Impfungen, den Staat und die gegenwärtige Corona-Politik, hieß es von der Redaktion.

In Sprachnachrichten aus der Chatgruppe, die im Beitrag eingeblendet wurden, riefen Mitglieder von "Dresden Offlinevernetzung" zu Waffengewalt auf. "Äußerungen einzelner Mitglieder zum angeblichen Besitz von scharfen Waffen und Armbrüsten fließen in die Bewertung ein", teilte das LKA nun mit. Die Ermittlungen übernimmt das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum mit seiner Sonderkommission Rechtsextremismus im LKA.