Live-Ticker: Demos zum Pegida-Jahrestag in Dresden
Zuletzt aktualisiert:
Die Dresdner Polizei ist zum Pegida-Jahrestag im Großeinsatz. Kräfte aus mehreren Bundesländern wurden angefordert. In der Dresdner Innenstadt ist am Montagabend mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.Pegida begeht das einjährige Bestehen. Ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Initiativen startet zeitgleich einen Sternlauf.Wir berichten in einem Spezial ab 17.50 Uhr bei uns im Programm über die aktuelle Entwicklung.
Die wichtigsten Informationen im Überblick:
Sperrungen und Einschränkungen
Die Polizei wird im Vorfeld keine Sperrgitter aufstellen oder Straßen pauschal sperren. Ab 17.00 Uhr ist in der Innenstadt durch den Sternlauf mit ersten Behinderungen zu rechnen. Das Areal zwischen Postplatz, Wilsdruffer Straße, Altmarkt, Neumarkt, Schlossplatz, Theaterplatz, Augustusbrücke wird vermutlich ab 18.30 Uhr schwer bzw. nicht befahrbar sein. Der Parkplatz Schießgasse ist am Montag für Polizeifahrzeuge reserviert.
Pegida-Kundgebung Theaterplatz
Pegida hat ab 18.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Theaterplatz mit 15.000 Teilnehmern bei der Stadt angemeldet. Auf den 'Spaziergang', wie sonst üblich, wird verzichtet. Redner aus mehreren europäischen Ländern wurden geladen. Sollte die Anreise der Pegida-Anhänger blockiert werden, werde man dementsprechend länger vor Ort bleiben, teilte Lutz Bachmann mit. Die Kundgebung sei zur Sicherheit bis Dienstagfrüh angemeldet worden.
Sternlauf mit vier Strecken
Unter dem Motto "Herz statt Hetze" wollen Parteien (SPD, Linke, Grüne, Piratenpartei), Gewerkschaften (DGB) und Initiativen (Dresden für Alle, Buntes Dresden, Dresden Nazifrei) bei vier Demonstrationen in die Innenstadt ziehen. Die Demos starten an der TU (Fritz-Förster-Platz), am Straßburger Platz, am Bahnhof Mitte und am Bahnhof Neustadt. Auf Postplatz, Altmarkt, Neumarkt und Schloßplatz sind anschließend Kundgebungen geplant. 4.000 Teilnehmer wurden bei der Stadt angemeldet.
Polizei-Appell und Bürger-Telefon
Polizeipräsident Dieter Kroll (60): „Die Polizei gewährleistet durch den Schutz der Grundrechte die Austragung von Konflikten in den durch Recht und Gesetz gezogenen Grenzen. Für alle. Und alle fordern wir auf, durch Besonnenheit und eigenes Beispiel dafür zu sorgen, dass der Montag gewaltfrei bleibt.“ Die Polizei setzt wieder Kommunikationsteams ein. Durch ihre ständige Gesprächsbereitschaft wollen die Beamten deeskalierend wirken und so Konflikten den Nährboden entziehen, hieß es.
Zwischen 12.00 Uhr und 22.00 Uhr ist ein Kontakttelefon geschaltet. Auf diesem Weg können sich Bürger insbesondere zu Verkehrseinschränkungen kundig machen.
Kontakttelefon: (0351) 483-3000
Polizei-Ticker: www.twitter.com/polizeisachsen
Allgemeine Informationen: www.facebook.com/polizeisachsen.info