Bad Schandauer Brücke bald wieder offen - für Schiffe!
Fünf Wochen nach der plötzlichen Sperrung der Bad Schandauer Elbbrücke gibt es wenigstens im Elbsandsteingebirge einen kleinen Hoffnungsschimmer!
Wie Dresdens Baubürgermeister Stephan Kühn am Mittwochabend am Rande der Sondersitzung zur Carolabrücke erklärte, solle die Bad Schandauer Brücke „bald wieder geöffnet werden. Das soll ich im Namen des Wirtschaftsministeriums bekannt geben“, so Kühn.
Diese Aussage sei, laut Rathaus, missverständlich gewesen. Am Donnerstag stellte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) klar: „Eine mögliche Öffnung betrifft vorerst nur Schiffe. Der Verkehr könnte unter der Brücke, aber nicht auf der Brücke kontrolliert wieder aufgenommen werden“, so LaSuV-Sprecherin Corinna Saring.
Wann genau die Wiederöffnung erfolgt, wurde noch nicht bekannt gegeben. Naheliegend ist jedoch Ende Januar. Denn dann will Dresden auch wieder Schiffe kontrolliert unter der Carolabrücke durchlassen, die Fahrrinne bis dahin wieder herstellen.
Kühn erklärte, dass die Stadtverwaltung unter enormem Druck steht, die Elbe wieder freizugeben. Zum einen lagern wichtige Güter im Hamburger Hafen, die nach Tschechien verschifft werden müssen. „Zum anderen muss die Dampfschifffahrt spätestens Ende Januar mit den Schiffen zum TÜV (in die Laubegaster Werft, d.R.)“, so Kühn.
Auch Brücken-Experte Prof. Steffen Marx, der ebenfalls mit den Untersuchungen an der Schandauer Brücke beauftragt ist, erklärte im Bauausschuss: „Ich halte es für richtig, dass die Landesstraßenverwaltung das Bauwerk zunächst gesperrt hat. Dort habe ich aber sehr große Hoffnung, dass wir das wieder in den Griff kriegen.“
Landrat Michael Geisler und Bad Schandaus Bürgermeister Thomas Kunack haben zudem am Donnerstagnachmittag einen Termin mit dem LaSuV.