Licht aus, Heizung runter: Dresden muss Energie sparen
Dresden muss Energie sparen. Ab dem 1. September werden daher zahlreiche Maßnahmen von der Stadt umgesetzt. Eine Task Force unter Umweltbürgermeistern Eva Jähnigen hatte diese in den vergangenen Wochen erarbeitet. Damit soll ein Gasnotzustand vermieden werden.
So werden zum Beispiel Räume in öffentlichen Gebäuden wie Museen oder Bibliotheken künftig maximal auf 19 Grad erwärmt. Flure und Treppenhäuser stehen, wo es möglich ist, sogar komplett kalt. Ausgenommen davon sind soziale Einrichtungen, Schulen und Kitas. Zudem wird das Warmwasser reduziert. Außerdem werden dekorative Beleuchtungen abgestellt, wie zum Beispiel der Rathausturm oder die Brücken Die Straßenbeleuchtung wird gedimmt und weiter auf LED umgestellt. Und die Springbrunnen gehen eher als geplant in die Winterpause, wann, ist allerdings noch unklar.
In Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern städtischer Gebäude wird zudem eine Million Euro investiert. Einen Plan für die Schwimmhallen sieht die Stadt derweil aktuell nicht vor. Ob diese die Beckentemperatur reduzieren oder sogar komplett dicht machen, ist also noch offen.
Bereits klar ist, dass Dresden im Advent weniger strahlen werde als in den Vorjahren. Während der Energieverbrauch des weltberühmten Dresdner Striezelmarkts mit Umstellung der Beleuchtung auf LED schon in der Vergangenheit um 80 Prozent gesenkt wurde, werde weiteres Einsparpotenzial geprüft, sagte Rathaussprecher Kai Schulz. Schmuckbeleuchtung außerhalb der Märkte an Straßen oder Plätzen werde es voraussichtlich nicht wie sonst geben.
Dresden plant mit dem Maßnahmekatalog zunächst 15 Prozent an Energie und ersten Prognosen zufolge auch fast 3,6 Millionen Euro einzusparen. (mit dpa)
