Letzte Chance auf Konzerte im November
Musik bis zur letzten Minute: Viele Kultureinrichtungen in Dresden und Umgebung wollen noch am Sonntag und damit am Vorabend des geplanten teilweisen Lockdowns ihr Publikum erfreuen. Mancherorts wurden Aufführungen sogar vorgezogen, weil sich von Montag an die Türen der Konzertsäle und Theater für einen Monat schließen.
Die Sächsische Staatskapelle Dresden zog ein für Dienstag geplantes Sonderkonzert im Kulturpalast vor. Das Programm beinhaltet Werke von Strauss, Beethoven und Schumann. Nikolaj Szeps-Znaider ist Solist bei Beethovens Violinkonzert. „Wir sind froh, mit dieser Verlegung des Sonderkonzerts unserem Publikum dieses Programm in diesem wunderbaren Konzertsaal doch noch anbieten zu können“, betonte Chefdirigent Christian Thielemann. Das professionell ausgearbeitete Hygienekonzept im Kulturpalast habe sich bewährt. Zudem werde nun noch strenger auf die Einhaltung aller Bestimmungen geachtet.
In der Semperoper wird am Sonntag Mozarts „Die Zauberflöte“ wie geplant Premiere haben. Allerdings dürfen nur 331 Gäste in den Saal und nicht gut 500, wie die Sächsische Staatsoper ursprünglich vorgesehen hatte. Regie führt Josef E. Köpplinger vom Münchener Gärtnerplatztheater, die musikalische Leitung hat Omer Meir Wellber. In der Aufführung wirken unter anderen Katerina von Bennigsen, Christa Mayer und René Pape mit. Auch Jungen aus dem Tölzer Knabenchor sind beteiligt.