++ EIL ++

Leipziger Pflanzen-Experte in Sorge: „Alles blüht dieses Jahr zwei Wochen zu früh!“

Zuletzt aktualisiert:

Der Klimawandel macht sich dieses Jahr bereits im Winter bei der Pflanzenwelt bemerkbar. Aktuell speziell bei den Frühblühern, wie uns Dr. Martin Freiberg sagte, wissenschaftlicher Leiter des Botanischen Gartens in Leipzig: „Sie sind etwa zwei Wochen früher dran als noch vor zehn Jahren!“

Was der „Frühstart“ bedeutet ...

Tatsächlich könnten die Frühblüher jetzt mitten im Winter demnächst schon massenweise aus der Erde ragen. „Sobald nun die Sonne mal länger scheint, vielleicht schon kommendes Wochenende, werden sie so richtig loslegen.“ Der „Frühstart“ sei für viele Frühblüher aber kein Problem, da diese auch kältere Temperaturen überstehen und unter dem lichtdurchlässigen Schnee treiben bzw. überleben könnten.

Sorgen mache ihm der Klimawandel vielmehr wegen der Gehölze. „Obstbäume etwa kriegen dann im März und April große Probleme mit kräftigen Spätfrösten.“ Denn die Bäume würden viel zu früh glauben, der Winter sei schon vorbei. „Sie können dann richtig große Schäden davontragen.“

Aktuell beschäftige sich Dr. Freiberg deshalb auch im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts mit Kollegen in Halle, Jena und Berlin regelmäßig mit dem Problem der frühen Pflanzenblüte.