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Lehrerstreik - Riesenkundgebung vor dem Finanzmi­nisterium

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Tausende sächsi­sche Lehrer haben heute die Arbeit nieder­ge­legt und vor dem Finanz­mi­nis­te­rium in Dresden für mehr Geld und eine gerech­tere Bezah­lung demons­triert. Zur Kundge­bung am Mittag kamen nach Angaben der Veran­stalter rund 17.000 Pädagogen aus dem ganzen Freistaat. Schon am Vormittag waren zahllose Busse angekommen, überall in Dresden zogen Gruppen strei­kender Lehrer mit Fahnen, Trans­pa­renten und Triller­pfeifen umher. Am Warnstreik betei­ligten sich nach Schät­zungen der Gewerk­schaft Erzie­hung und Wissen­schaft etwa 20 000 Lehrer. An mindes­tens drei Viertel aller Schulen sei der Unter­richt ausge­fallen, hieß es. Finanz­mi­nister Georg Unland, der in den bislang ergeb­nis­losen Tarif­ver­hand­lungen für den öffent­li­chen Dienst mit am Tisch sitzt, wollte sich nach Angaben seines Hauses den Protesten stellen und zu den Lehrern sprechen. Hinter­grund des zweiten Streiks inner­halb einer Woche sind die bislang ergeb­nis­losen Tarif­ver­hand­lungen für den öffent­li­chen Dienst. Die sächsi­schen Lehrer wollen mit den Aktionen vor der nächsten Tarif­runde für die 600.000 Angestellten der Länder am Mittwoch und Donnerstag in Potsdam noch einmal Druck auf die Arbeit­geber ausüben. Am vergan­genen Donnerstag hatten bereits 3.000 angestellte Lehrer in Dresden, Leipzig und Chemnitz vier Stunden lang die Arbeit nieder­ge­legt