Leerstehende Schule in Klotzsche wird Asylunterkunft
Der ehemalige Schulstandort an der Alexander Herzen Straße 64 in Dresden wird zur Asylunterkunft. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend beschlossen. Im Herbst sollen die ersten Geflüchteten einziehen.
Laut Baubürgermeister Stephan Kühn spare das deutliche Kosten gegenüber den mobilen Wohncontainern: Dort müsse die Stadt allein für die Anmietung monatlich zwischen 500 und 900 pro Kopf zahlen. Mit dem festen Gebäude wären es nur rund 200 Euro. Zudem soll der mobile Containerstandort in Sporbitz, der als erstes von der Stadt in Betrieb genommen wurde, nur bis zum Frühjahr 2025 laufen und durch die neue Platzmöglichkeit auf der Alexander-Herzen-Straße aufgelöst werden.
Künftig sollen in der ehemaligen Schule 82 Plätze für Asylsuchende bereitstehen. Rund 65 werden davon belegt, 17 dienen als Reserve.
Das Gebäude steht seit Oktober 2022 leer. In den kommenden fünf Jahren soll es als Unterkunft für Geflüchtete dienen, danach soll dort ein Sportcampus mit einer Spezial-Turnhalle entstehen.
Für die Herrichtung als Asyl-Objekt werden eine Million Euro fällig. Laut Kühn bringe der Standort optimale Voraussetzungen, dezentral Geflüchtete gut integrieren zu können, da es sich um keine riesige Massenunterkunft handele.
Zuvor hatte es massiven Widerstand gegen die Pläne der Stadt gegeben, mehrfach wurden sogar Brandschläge verübt.